Jazzsession auf dem Theaterschiff

Konzert in St. Stephani: Luther an Bach und Luther geluttert

Das „Ensemble Dix“ mit den vier Musikern Albrecht Pinquart (v.l.) , Andreas Knoop, Hendrik Schnöke und Roland Schulenburg spielt am 5. Februar in der Kulturkirche St. Stephani „Luthertexte im Bachgewand“. Soloparts singt die Sopranistin Akiho Tsujii.

Bremen - Von Jörg Esser. Es luthert. Überall. Auch in Bremen. Noch bis Ende Oktober dreht sich im Jahr des 500. Reformationsjubiläums vieles um Martin Luther (1483-1546), der mit seinen 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche die Welt verändert hat.

Choralvariationen von Johann Sebastian Bach zu Texten von Martin Luther, komponiert für Sopran und Holzbläserquartett, erklingen am Sonntag, 5. Februar, um 16  Uhr in der Kulturkirche St.  Stephani. Es spielt das in Gera gegründeten „Ensemble Dix“. Dazu zählen die Musiker Andreas Knoop (Flöte/Altflöte), Albrecht Pinquart (Oboe/Englischhorn), Hendrik Schnöke (Klarinette/Bassetthorn) und Roland Schulenburg (Fagott). Die Solopartien singt die Sopranistin Akiho Tsujii. 

Die Musiker des Ensembles haben sich zum Ziel gesetzt, „Kammermusik in ungewöhnlichen Besetzungen und neuen Formen zu präsentieren“. Dem Programm liegen beispielsweise die berühmten Orgelchoräle des Bachschen „Orgelbüchlein“ oder der „Clavierübung“ zugrunde, die durch die Instrumentierung mit Holzbläsern ein ganz neues Gesicht erhalten. Der Eintritt zum Konzert in der Kulturkirche kostet 15 Euro.

Luther geht anders. Ein elfköpfiges Ensemble mit Bremer Kirchenkabarettisten geht in seinem Programm auch auf die dunklen Seiten des Reformators ein. In anderthalb Stunden gehe es unter anderem um das Verhältnis Luthers zu den Juden und zu den Frauen, sagte Ensemble-Mitglied Hanni Steiner den Kollegen vom Evangelischen Pressedienst. 

Derzeit laufen die Schlussproben. Das Programm unter dem Titel „Von Lieben Frauen wunderbar geluttert“ soll dann am Sonnabend, 11. Februar, um 19 Uhr auf der Bühne der evangelischen Remberti-Gemeinde in Schwachhausen seine Premiere feiern. Die Regie hat Erik Roßbander übernommen, der ansonsten auf der Bühne der Bremer Shakespeare-Company steht. Es gehe neben Luther aber auch um andere kirchliche Themen, sagte Steiner, die früher als Redakteurin bei der „Bremer Kirchenzeitung“ gearbeitet hat: „Die Kirche hat ja eine ganze Reihe Macken.“

Der Eintritt zum Kabarettabend ist frei. Eine zweite Aufführung ist für Sonntag, 12. Februar, ebenfalls in St.  Remberti geplant. Beginn: 18 Uhr.

Lutherfrei ist hingegen die heutige Jazzsession auf dem Theaterschiff an der Tiefer. In der Reihe „Jazz on Board“ ist das Quartett „Zwei mal zwei“ zu Gast an Bord. Zum Quartett „Zwei mal zwei“ gehören die beiden Duos Christian Suter & Philipp Pumplün sowie Alex Seemann & Jens Piezunka. Klanglich orientieren sich Seemann (Klavier), Suter (Gitarre), Piezunka (Bass) und Pumplün (Schlagzeug) am Sound von Bands, die vom „Bill-Evans-Trio“ beeinflusst wurden. Die Jazzrunde legt um 21 Uhr los. Der Eintritt ist frei.

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