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Bremen: Countdown für Bürgerpark-Tombola läuft

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Von: Jörg Esser

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 Dietmar Hoppe präsentiert bunte Tombola-LOse.
Bunte „Glücksbriefe“ mit Schnoor-Motiv: Tombola-Chef Dietmar Hoppe hofft auf viele Loskäufer. © Rospek

Die Bürgerpark-Tombola trotzt der Corona-Pandemie. Am 2. Februar beginnt die neue Ausgabe der traditionsreichen Lotterie. Lose werden bis zum 8. Mai verkauft.

Bremen – Es geht wieder los. Trotz Corona, trotz Omikron. Die „Glücksdörfer“ der Bürgerpark-Tombola mit den rot-weißen Verkaufshäuschen, den Werbevitrinen und den Gewinnausgabestellen werden aufgebaut – am Liebfrauenkirchhof, am Hanseatenhof, am Bahnhofsplatz, in der Sögestraße und in diversen Einkaufszentren.

Es sind nur noch wenige Tage bis zum Start der traditionsreichen Straßenverkaufslotterie. Am Mittwoch, 2. Februar, startet der Losverkauf. Einfach so. Ohne Halligalli. Ohne Auftaktveranstaltung mit Bürgermeister. Ohne Shanty-Chor. Die Tombola läuft dann 96 Tage lang – bis Sonntag, 8. Mai. Bis dahin werden diverse Autos, Reisen, Sparbücher und noch mehr Kleingewinne ausgespielt. Ein Los kostet zwei Euro. Und die „schönen bunten“ Glücksbriefe ziert in diesem Jahr ein Motiv aus dem Schnoor, sagt Tombola-Chef Dietmar Hoppe.

Die Bürgerpark-Tombola ist im Jahr 1953 ins Leben gerufen worden. Der Erlös kommt dem Bürgerpark und weiteren privatfinanzierten Parks und Grünanlagen in Bremen zugute. So sorgt der 1866 gegründete Bürgerparkverein nur mit der Hilfe privater Spender dafür, dass in jedem Jahr genügend Geld für den Park zusammenkommt. Für Parkpflege, Investitionen und Löhne werden jedes Jahr mehr als zwei Millionen Euro fällig. „Die Tombola ist ein wichtiger Finanzierungsbaustein“, sagt Parkdirektor Tim Großmann.

Finanzierungsbaustein für den Bürgerpark

Corona hat die Tombola ausgebremst. 2021 blieb nichts für die Parks über. Im Jahr zuvor waren es noch 177 000 Euro. Da gab es noch einen Auftakt eben mit Bürgermeister und Shanty-Chor und gut fünf „normale“ Tombola-Wochen. Das Jahr davor – 2019 – ist als Rekordjahr in die Geschichte eingegangen. 597 100 Lose wurden unter die Leute gebracht. Der Umsatz lag bei 1 194 200 Euro, es wurde ein Reinertrag von 420 000 Euro erzielt.

Was 2022 wird, ist schwer absehbar. Die Tombola ist abhängig vom Besucherstrom in der Innenstadt und in den Einkaufszentren. Und von den Spaziergängern im Bürgerpark, denn dort macht das „Tombomobil“, die rollende Los- und Gewinnausgabe, regelmäßig Halt. Und das Wetter spielt natürlich auch eine wichtige Rolle. Ostern ist Mitte April, das ist nicht so schlecht. „Je später Ostern, desto besser werden die Umsätze“, heißt es.

„Tombomobil“ rollt durch die Stadt

Fest steht, wer bedacht wird, wenn wieder Geld übrigbleibt. Sechs Achtel des Reinertrags fließen an den Bürgerparkverein, ein Achtel geht an den Förderverein Stadtgarten Vegesack, je ein Sechszehntel an den Achterdiekpark-Verein und den Förderkreis Overnigelant, der die Park- und Grünflächen in Oberneuland pflegt.

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