Investitionsvolumen: 50 Millionen Euro

Airbus-Logistikzentrum für die A400M-Rumpfmontage

Airbus Defence & Space nutzt das neue Logistikzentrum im Lloyd-Industriepark vor allem als Lager für die Rumpfproduktion des Militärtransporters A 400 M. - Foto: Esser

Bremen - Von Jörg Esser. Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus Defence  & Space expandiert in Bremen. Das Unternehmen hat am Dienstag im Lloyd-Industriepark ein neues Logistikzentrum in Betrieb genommen. Das soll zukünftig vor allem als Materialdepot für die Rumpfmontage des Militärtransporters A 400 M auf dem Airbus-Gelände beim Flughafen dienen.

„Bis zum Jahr 2024 ist ein Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Euro für die Projektierung, Erstellung und den operativen Betrieb vorgesehen“, sagte Martin Weichhardt, Leiter für Logistik und Einkauf bei Airbus Defence & Space. Mit im Spiel sind Lloyd-Park-Investor Lutz Peper sowie die Logistikunternehmen Kühne+Nagel und Stute. Die Interessengemeinschaft Airport-Stadt und das Wirtschaftsressort sind Weichensteller und Strippenzieher.

Das Material Management Center (MMC) verfügt laut Weichhardt über Logistik- und Lagerflächen von rund 10.000 Quadratmetern. Flächenaufteilung, Ausstattung und Hallenlayout berücksichtigen die besonderen luftfahrtspezifischen Anforderungen. Die neue Halle steht auf 8.000 Pfählen, heißt es weiter. 

Im Logistikzentrum lagern künftig Schrauben, Metallteile, Bleche, aber auch Großbauteile. Eben vor allem alles, was für den Bau der Rümpfe des Militärtransporters A400 M benötigt wird. „Rund 17.500 Artikel“, sagt Airbus-Sprecher Ralph Heinrich. Im Lager sind 100 Arbeitskräfte beschäftigt. Die Distanz vom Logistikzentrum zu den Produktionshallen ist kurz, vielleicht zwei Kilometer. Auch das war ein Faktor für die Ansiedlung im Lloyd-Industriepark, dort, wo einst Borgward den Kleinwagen Lloyd bauen ließ.

Mit dem MMC verfügt Airbus D&S jetzt über ein eigenes Materiallager. „Das wurde auch Zeit“, sagt Dr. Jens Franzeck, Standortleiter für die A 400 M-Produktion in Bremen. „Die Kapazitäten in den drei Lagern auf dem Airbus-Areal am Flughafen waren am Anschlag.“ Der Militärtransporter hat bislang für viele negative Schlagzeilen gesorgt. 

Doch die Produktion kommt auf Touren, auf Hochtouren sozusagen. Die Taktzahl ist erhöht worden. Derzeit produziert das Bremer Werk einen Rumpf für den Militärtransporter in zehn Tagen. Im Zwei-Wochen-Takt wird das Werk in Sevilla beliefert, das im Airbus-Konzern für die Endmontage des Militärtransporters zuständig ist. Die Flügel kommen aus England, die „Nase“ aus Frankreich.

Für den A 400M liegen laut Franzeck 174 Bestellungen vor. 30 Maschinen sind bislang ausgeliefert worden, an die Airbus-Nationen Deutschland, Frankreich, Spanien. Und auch an die Türkei und Malaysia. Im Bremer Werk sind laut Franzeck rund 1.000 Mitarbeiter mit dem Projekt A400M beschäftigt – in Einkauf, Logistik, Planung, Management und Produktion.

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