Läden, Büros, Wohnungen

Lloydhof-Verkauf perfekt

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Die Verträge werden vorbereitet: Bremen wird den Lloydhof zum Ende des Jahres für 21,5 Millionen Euro an den Projektentwickler DLH Bremen verkaufen. Dieser will den Komplex für 33 Millionen Euro umbauen. Geplant sind Geschäfte, Wohnungen und Büros.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Bremen verkauft zum Ende des Jahres den Lloydhof im Ansgariviertel für 21,5 Millionen Euro an das Unternehmen DLH Bremen. Dieses wird das Gebäude nicht abreißen, sondern umbauen. 33 Millionen Euro will das Unternehmen dafür investieren. Geplant sind Geschäfte, Gastronomie, Wohnungen und auch eine Sky-Bar.

Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD), der die Wirtschaftsförderung (WFB) mit dem Projekt betraut hatte, stellte die Pläne am Dienstag im Senat vor. Der Lloydhof bekommt mit DLH nicht irgendwen als neuen Eigentümer, sondern Spezialisten für „extrem schwierige Objekte“, wie die Sächsische Zeitung 2015 schrieb. Hinter DLH steht unter anderem das oberfränkische Unternehmen „Denkmalneu“, das ähnliche Projekte bereits in Leipzig und Dresden verwirklicht hat. So hat der Projektentwickler aus dem „Haus am Zwinger“ in Dresden das „Lebendige Haus“ mit 118 Appartements, Büros sowie Gewerbe- und Gastronomieunternehmen gemacht. Bei DLH Bremen hat auch die Familie des Software-Unternehmers Hasso Plattner (SAP) über Gesellschaften die Finger mit im Spiel.

Bremen hatte den Lloydhof vor einigen Jahren für etwa 25 Millionen Euro gekauft. Ebenso wie das Brill-Parkhaus sollte das Gebäude abgerissen werden und dem „großen Wurf“ für die Innenstadt, dem „City-Center“, weichen. Doch der portugiesische Investor sprang 2015 wieder ab. Seitdem ist die Immobilie als temporäres „City-Lab“, in dem Start-ups für eine günstige Miete Platz finden, erfolgreich. Die Zwischennutzung durch das „City-Lab“ ist trotz des Verkaufs wie geplant bis Mitte 2018 gewährleistet, sagte am Dienstag Tim Cordßen, Sprecher des Wirtschaftsressorts. Nachdem der Traum vom „City-Center“ geplatzt war, entschied Bremen Anfang des Jahres, den aus den 90er Jahren stammenden Lloydhof mit seiner Nutzfläche von 15.000 Quadratmetern zu verkaufen.

Investition von 33 Millionen Euro

Es gab mehrere Bewerber, am Ende blieben drei übrig, darunter DLH (wir berichteten). Laut Cordßen überzeugte der Projektentwickler die WFB mit Konzept und Kaufpreis. Der liege zwar unter den 25 Millionen Euro, die Bremen für den Lloydhof gezahlt habe, aber das Objekt habe in den vergangenen Jahren auch Mieteinnahmen eingebracht, sagte der Sprecher weiter. Insider hatten mit höheren Verlusten gerechnet.

DLH will 33 Millionen Euro in den Umbau des Lloydhofs investieren, wie der Wirtschaftssenator seinen Senatskollegen berichtete. Ins Erdgeschoss soll ein Geschäft mit großer Fläche einziehen. Zudem sind den Angaben zufolge mehrere kleinere Läden geplant. Außerdem soll es Gastronomie und auch eine Sky-Bar im Obergeschoss geben. Beleben will der neue Eigentümer den Komplex im Ansgariviertel zudem mit knapp 40 Mini-Wohnungen und einigen Fünf-Sterne-Appartements. Büros sind ebenfalls vorgesehen, und zwar als Co-Working-Space. Interessenten können sich hier einen vollausgestatteten Arbeitsplatz mit Infrastruktur mieten.

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