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Lloyd Gymnasium Bremerhaven: Fake-News und Desinformation als großes Problem

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Von: Sebastian Peters

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Täter schießt an Schule in Bremerhaven und verletzt Frau
Schwer bewaffnete Polizisten haben das Schulgelände in Bremerhaven abgesichert. (Archivfoto) © Sina Schuldt/dpa

Nach Amok-Alarm im Lloyd-Gymnasium in Bremerhaven. Sicherheitskonferenz mit Polizei und Feuerwehr. Fake-News und Desinfomation als großes Problem ausgemacht.

Bremerhaven – Die Meldung über den Amok-Alarm in dem Lloyd Gymnasium in Bremerhaven ging am 19. Mai 2022 wie ein Lauffeuer durch die Medienlandschaft in Deutschland. Auch die Kreiszeitung.de hat über den Großeinsatz der Polizei berichtet. Gegen 09:15 Uhr betrat der 21-jährige mutmaßliche Armbrustschütze das Schulgebäude und feuerte auf eine Angestellte der Schule. Bis heute schwebt die Frau in Lebensgefahr.

Lloyd Gymnasium Bremerhaven: Facebook, TikTok und Twitter – Desinfomationen und Fake-News

Auf einem Internetvideo sei später zusehen gewesen, wie der mutmaßliche Schütze auf offener Straße überwältigt wurde. Ein Passant rief die Polizei und soll den jungen Mann sogar entwaffnet haben. Nun wird gegen den 21-jährigen Mann wegen des versuchten Mordes ermittelt. Inzwischen haben sich am Mittwoch, 25. Mai 2022, in Bremerhaven die Stadtverwaltung, Polizei und die Feuerwehr für eine Sicherheitskonferenz zusammengefunden.

Täter schießt an Schule in Bremerhaven und verletzt Frau
Mit Schutzanzügen sind Ermittler auf dem Schulgelände, um Spuren zu sichern. (Archivfoto) © Sina Schuldt/dpa

Wie butenunbinnen berichtet, soll Michael Frost von den Grünen und Baustadtrat Bernd Schomaker von der FDP diese Konferenz ins Rollen gebracht haben. Bereits seit 2009 existieren sogenannte Notfallpläne im Land Bremen. Darüber hinaus gibt es sogenannte Gefahrenmeldeanlagen, insbesondere in Schulgebäuden. Diese Anlagen funktionieren ähnlich wie Räumungsalarme in einem Brandfall. Durch Knopfdruck wird ein Alarm im gesamten Gebäude ausgelöst. Über Durchsagen, die teilweise in „Geheimsprache“ stattfinden, werden die Schüler und Lehrer über eine mögliche Gefahr infomiert.

Solche Notfallpläne gibt es auch in Hamburg. Hier sind die Pläne in jüngster Vergangenheit bereits häufiger ausgelöst worden. An einer Schule südlich der Elbe sollen Schüsse gefallen sein, so die erste Meldung bei der Polizei Hamburg. Ein Großeinsatz, wie zuletzt an einer Schule in Jenfeld als ein bewaffneter Mann überwältigt wurde, wurde ausgelöst.

In der nun einberufenen Konferenz soll besprochen werden, wie die Kommunikation unter den Behörden verlief und ob die sich die Pläne bewährt haben, so butenunbinnen. In der Konferenz war bereits im Vorfelde klar, dass keine schnellen Beschlüsse zu erwarten wären. Im Gespräch wurde allerdings schnell klar, dass besonders Desinformation und Fake-News ein großes Problem gewesen sei.

Insbesondere auf Plattformen wie Facebook, WhatsApp, TikTok und Twitter seien Gerüchte in die Welt gesetzt worden, die mit der Wahrheit nichts gemeinsam hatten. Die Rede war teilweise sogar von mehreren Tätern und auch von mehreren Todesopfern. Falschmeldungen, die der Polizei den Einsatz zusätzlich erschwerten.

Ein mögliches Ergebnis des Gespräches kann eine generelle Überarbeitung der Kommunikationsmöglichkeiten sein. Wie, was und insbesondere wann veröffentlicht wird. Ebenfalls könnte ein Beschluss erlassen werden, der eine zentrale Verschließung sämtlicher Türen beinhaltet, hieß es bei butenunbinnen weiter. Momentan sei es so, dass die Türen bei einem Amok-Alarm händisch von den Lehrkräften verschlossen werden.

Was ein Amoklauf anrichten kann, zeigt leider der jüngste Fall aus Texas. Ein Amokschütze erschoss insgesamt 19 Kinder und zwei Erwachsene.

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