Oldtimer, „Autowelten“, „Shopping-Nacht“ garantieren volle Stadt / „Die Mischung stimmt“

„Lissy“ und ihre Bewunderer

Die glänzenden Oldtimer waren am Sonnabend einmal mehr Publikumsmagneten.

Bremen - BREMEN n „Heute sehen alle Autos gleich aus, nur die Marke ist anders“, sagt Jürgen Dresen. Deshalb fährt er einen Oldtimer: Seine „Lissy“ ist ein quietschgelber Fiat 850 Sport Spider, Baujahr 1971. „Die alte Technik ist noch wartungsfreundlich, die Optik ist gut und natürlich macht es viel Spaß, so einen Wagen zu fahren“, erklärt der Bremer seine Leidenschaft.

Tatsächlich scheint die Technik recht übersichtlich: Dort, wo sich bei anderen Autos der Kofferraum befindet, ist bei „Lissy“ der Motor verstaut. In Eigenarbeit hat Jürgen Dresen einzelne Teile verchromt. Seit 2005 ist er mit dem Fiat Spider bei der Oldtimerrallye „Bremen Oldtimer Classics“ dabei.

Die Veranstaltung findet in diesem Jahr zum zwölften Mal statt, bei der Rallye gehen 150 Teilnehmer an den Start. Für sie gilt es, rund 200 Kilometer und drei Zeitfahrten zurückzulegen. Die Tour startet von Startrampe auf dem Marktplatz unter den bewundernden Blicken der vielen Zuschauer nach Worpswede, Fischerhude, Ottersberg und schließlich zur Galopprennbahn in der Bremer Vahr. Dort müssen sich die Fahrer einem Zeitfahren stellen, bei dem es nicht darum geht, der Schnellste zu sein, sondern eine vorgegebene Zeit genau zu „treffen“. Im Anschluss geht es weiter über Langwedel, Thedinghausen, Achim zurück zum Marktplatz. Dort bekommen die Zuschauer dann einen Korso der älteren Semester geboten: Oldtimer rollen gemeinsam mit historischen Straßenbahnen durch die Innenstadt.

Einige Besucher haben schon einen Favoriten unter den Schmuckstücken: „Dieser Mercedes ist toll in Schuss, auch die Farbe ist etwas besonderes“, findet das Bremer Ehepaar Oelschläger. Die Eheleute stehen vor einem roten Mercedes 300 SL, ein Wagen mit Flügeltüren, der von 1954 bis 1957 vom Band lief, 1 400 Stück wurden gebaut. Er wurde zum Sportwagen des Jahrhunderts gekürt.

Die Besucher können nicht nur die Rallye-Teilnehmer beobachten: Im Rahmen der Bremer „Autowelten“ wird in der Innenstadt noch weitaus mehr geboten. Wem die Originale eine Nummer zu groß sind, kann sich in der Katharinen-Passage Miniatur-Modelle seines Lieblings anschauen. Dort ist wohl auch so mancher Traum von der Formel-1-Karriere geplatzt: In Fahrsimulatoren bestreiten die Mutigen ein Autorennen. Die meisten kommentieren ihre Fahrt mit: „Das ist ja verdammt schnell.“ Und verlassen den Fahrsimulator ein wenig mitgenommen. Auf dem Ansgarikirchhof können Tuning-Begeisterte sich Anregungen holen, wie man Autos am besten „aufmotzen“ kann. Besucher, die es lieber Luxuriös mögen, können mit etwas Glück in der Lloyd-Passage in einer Limousine mitfahren. Und bis Mitternacht haben auch die Kaufhäuser und Einzelhändler zur „Shopping-Nacht“ geöffnet.

Eine positive Bilanz des aktionsreichen Sonnabends zog gestern Dr. Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der Einzelhändlergemeinschaft City-Initiative: „Die Oldtimer waren ein Magnet, das Wetter passte, die Mischung stimmte.“ Nur die Konsumfreude hielt sich in Grenzen. „Ergebnisse wir vor zwei Jahren sind derzeit nicht zu erreichen.“

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