„Lilla“ begeistert mit Bocksprüngen 

Star der Freizeiten: Naturschutzbund tauft erstes Eselfohlen

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Das erste Eselfohlen des Nabu wurde jetzt auf den Namen „Lilla“ getauft. In der Vollansicht zu sehen (von links): Anneke, Jule und Leevke.

Bremen - „Lilla“ heißt sie, die kleine Eselstute. „Lilla“ ist das erste Eselfohlen des Bremer Naturschutzbundes (Nabu) und lebt auf der Dreptefarm in Wulsbüttel. Nabu-Geschäftsführer und Heimchef Sönke Hofmann ist überzeugt, dass der Nachwuchs irgendwann mal auf den Namen hören wird – wenn denn die Flegeljahre überwunden sind.

Das gescheckte Fohlen wurde vor gut drei Wochen geboren (wir berichteten) und ist der Star der laufenden Ferienfreizeiten. Neben dem regulären Tierdienst am Morgen und am Abend, bei dem die alten Haustierrassen des Heimes von den Kindern versorgt werden, gibt es einen extra Eseldienst. „Selbst die coolsten Jungen begeistern sich für die kleine Stute“, sagt Hofmann. „Die niedlichen Bocksprünge und spielerischen Scheinangriffe lassen einfach keinen kalt.“ Die Kinder lernen auf der Weide, dass sie mit Hinterherjagen nicht weit kommen, sondern das junge Tier eher verscheuchen, erzählt der Nabu-Mann. Insgesamt präsentiert sich die kleine „Lilla“ seinen Worten zufolge furchtlos und neugierig. Hofmann: „Sie beschnuppert alle Kinderhände ausgiebig. Mit etwas Glück lässt sie sich dann auch streicheln.“

„Wir setzen die Esel jede Woche auf Wanderungen mit den Schulklassen und Ferienfreizeiten ein, da müssen sie sehr handzahm sein“, sagt Hofmann. Das Fohlen wird nun sanft, aber frühzeitig daran gewöhnt, dass Menschenkinder nichts Beängstigendes sind. Bis zur ersten eigenen Eselwanderung wird es für „Lilla“ und Mama „Lina“ noch dauern. „Im Moment wäre das purer Stress, besonders für ,Lina'. Die könnte dann auch auskeilen, um eine vermeintliche Bedrohung abzuwehren“, sagt der Chef der Dreptefarm.

Dennoch ging es gerade auf große Eselwanderung an ein lauschiges Plätzchen an der Drepte. Die 73 Kinder der ersten Freizeit durften dort ihre selbstgebauten Boote zu Wasser lassen, so Hofmann. Die Esel trugen derweil den Kuchen für die Gruppe und auch abwechselnd den einen oder anderen angeblich Fußlahmen, wie es heißt.

In den Freizeiten sind noch Restplätze frei. Sie dauern jeweils von Sonnabend bis Sonnabend. Weitere Infos beim Nabu unter Telefon 0421/45 82 83 64.

www.NABU-Bremen.de

gn

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