Überseestadt: Künstler gestaltet Restaurant

Licht aus Gewehren

Künstler Christian Hellwig (l.) mit Neila Trabulsi und Aboubker „Bob“ Askourih auf der „Al-Dar“-Baustelle. ·
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Künstler Christian Hellwig (l.) mit Neila Trabulsi und Aboubker „Bob“ Askourih auf der „Al-Dar“-Baustelle. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj · Arabisches Flair soll die Überseestadt erobern. Anfang September – so die aktuelle Planung – öffnet im Schuppen Eins an der Konsul-Smidt-Straße das nach Angaben der Betreiber bundesweit größte arabische Restaurant, das „Al-Dar“.

Übersetzt bedeutet der Name „das Haus“. Das „Haus“ im Schuppen Eins soll innen auf 600 Quadratmetern etwa 250 Gästen Platz bieten. Hinzu kommen etwa 200 Außenplätze (mit Blick auf den Europahafen) sowie etwa 100 Plätze im Boulevardbereich des Gebäudes. Der Umbau des 1959 errichteten und mehr als 200 Meter langen früheren Speichergebäudes am Europahafen ist in der Schlussphase.

Viel Platz – und folglich viel zu tun für einen Inneneinrichter. Und die Innenausstattung, die liegt hier in den Händen eines Künstlers. Gestern besuchte Christian Hellwig aus Braunschweig seine Bremer Wirkungsstätte. „Al-Dar“-Inhaberin Neila Trabulsi und ihr Partner Aboubker „Bob“ Askourih blicken auf mehr als zehn Jahre Gastronomie-Erfahrung in Gifhorn und Hannover zurück. Dort haben sie bereits mit Hellwig zusammengearbeitet. Der wiederum hat unter anderem bereits in Alaska, in Mittelamerika und in Syrien gearbeitet. Für das Bremer Restaurant hat er sein Konzept auf den Ideen von Neila Trabulsis Vater aufgebaut. Der wollte nämlich mit den Lokalen in Gifhorn und Hannover die arabische und deutsche Kultur über das Essen zusammenführen. „Genau das möchte Hellwig nun auch mit der Innenausstattung erreichen“, sagte ein Sprecher gestern.

Tischdecken

aus Marrakesch

Hellwig bezeichnet seinen Stil als „modern-post antik“. Tische und Stühle hat er nach seinen Entwürfen in Marokko herstellen lassen. Von dort – genauer: aus Marrakesch – kommen auch die Stoffe für die Tischdecken. Selbstgefertigt hat der Braunschweiger Künstler beispielsweise große Stehlampen, die zum Teil aus Gewehren bestehen. „Aus diesen kriegerischen Waffen werden hier friedliche Applikationen einer eher verspielten Beleuchtung“, sagte Hellwig gestern bei seinem Besuch in der Überseestadt.

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