Bürgerschaftswahl 2019

FDP-Endspurt mit Parteichef Lindner: Liberale Löwen

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Farbenfrohe Liberale: Lencke Steiner (v.l.), Christian Lindner und Nicola Beer.

Bremen – Es wird eine knappe Kiste. Die Meinungsforscher prophezeien der Bremer FDP zumindest Probleme beim Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Doch: Bangemachen gilt nicht. „Wir kämpfen wie die Löwen“, sagt Lencke Steiner, die omnipräsente Spitzenkandidatin der Bremer Liberalen. Und betont lautstark: „Für eine Veränderung brauchen wir eine starke FDP.“

Die FDP will irgendwie an die Macht. Will mitregieren. Das wird bei der Wahlkampfendspurt-Veranstaltung am Donnerstag im Schuppen 2 in der Überseestadt deutlich spürbar. Die Bremer Liberalen fahren Bundesprominenz auf – Parteichef Christian Lindner und Europa-Spitzenkandidatin Nicola Beer flankieren Steiner.

Der Live-Ticker zu allen aktuellen Ereignissen der Bremen Wahl informiert sie bis spät in die Nacht.

Es ist ein farbenfrohes Event. Steiner (33) trägt ein pinkfarbenes Kleid, fast knielang, Beer (49) einen violetten Hosenanzug. Schick. Lindner (40) trägt Anzug. Dunkles Steingrau. Mit hellgrauer Krawatte. Traubensaft-Getränkedosen in Lencke-Outfit und Gummibärchen-Tüten mit dem Konterfei der Europa-Spitzenfrau stehen und liegen auf den Tischen. Und Flyer mit der Botschaft an alle Wähler: „Nach 70 Jahren kann Deine Stimme Geschichte schreiben.“ 250 potenzielle Wähler sind dabei.

Beer legt los. Es folgt ein 30-minütiges Bekenntnis zu Europa. Mit Volldampf. Mit Verve. Mit liberalen und wirtschaftsfreundlichen Botschaften. Weiter geht’s mit Lencke Steiner. Sie will, dass Bremen die Wahl gewinnt. Dafür muss die SPD dann wohl mal das Rathaus verlassen. Die Powerfrau mit den langen blonden Haaren listet viele rote Fehler auf und wirft SPD-Bürgermeister Carsten Sieling vor, mit seinem vorzeitig verkündeten Nein zu Sondierungsgesprächen mit der CDU und FDP der Demokratie eine Absage erteilt zu haben. Das gibt donnernden Applaus.

Den erntet später auch der Parteichef. Lindner zeigt sich als Verfechter eines starken Europas und des Grundgesetzes, das ja just 70. Geburtstag feiert. Der Wuppertaler Borussia-Dortmund-Fan fordert wie Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron die Einführung einer europäischen Armee. Er will ein starkes europäisches Parlament, „das auch entscheiden kann“. Und Lindner plädiert für eine Zentralisierung der Bildungspolitik. Die dann bundesweiten Standards sollten allerdings nicht „auf bremische Standards gesenkt werden“. Die Bemerkung trifft die Gefühlslage der Parteifreunde. Schuld an der Bildungsmisere in der Hansestadt sind aus FDP-Sicht ja schließlich die Sozis.

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