„Das Letzte Kleinod“ zeigt Geschichte der ersten deutschen Atlantikexpedition

„Meteor“ geht auf Reisen

Schauspieler des Theaters „Das Letzte Kleinod“ zeigen am Deich beim Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven einen Ausschnitt aus dem neuen Theaterstück „Meteor“, das ab Mai auf Deutschlandtournee geht. - Foto: dpa

Bremerhaven - Die Geschichte der ersten deutschen Atlantikexpedition in den Jahren zwischen 1925 und 1927 liefert Stoff für eine Produktion, die in diesem Jahr zu den großen Projekten der norddeutschen Künstlergruppe „Das Letzte Kleinod“ gehört. Unter dem Titel „Meteor“ ist die Premiere am 11. Mai vor dem Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven (DSM) geplant, teilte die Gruppe am Mittwoch mit.

Die Initiatoren der Atlantikexpedition hofften unter anderem, dass sie aus dem Meer Gold gewinnen konnten. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem DSM. Von Wilhelmshaven aus begann die „Meteor“ am 13. April 1925 ihre erste Reise in den Atlantik. Bei den Expeditionen des Forschungsschiffes seien in 13 Fahrten zwischen Amerika und Afrika erstmals die Strömungsverhältnisse des Süd-Atlantiks erforscht worden, hieß es.

Heute fährt das inzwischen dritte Expeditionsschiff unter dem Namen „Meteor“ über die Ozeane, um den maritimen Lebensraum und seinen Einfluss auf das Klima zu untersuchen. Im Dezember reiste „Kleinod“-Autor und -Regisseur Jens-Erwin Siemssen vier Wochen mit, um die Wissenschaftler zu begleiten und Material für das Stück zu sammeln. Siemssen entwicklte ein Stück, das sieben Schauspieler und Musiker in Szene setzen.

Die Zuschauer erhalten einen Einblick in die damaligen Forschungsbedingungen an Bord. Gleichzeitig sollen ihnen die Bedeutung der Meeresforschung nahegebracht werden, heißt es. Das Publikum erlebe neben dem oft anstrengenden Alltag auf dem Schiff auch vergnügliche Ereignisse mit, etwa eine „Äquator-Taufe“ oder Besuche an Land. Bei der Premiere in Bremerhaven werde das Stück auf dem Außengelände des Schiffahrtsmuseums in Szene gesetzt. Das Museum stellt der Theatergruppe zufolge Originalexponate für die Aufführungen zur Verfügung. Nach der Erstaufführung in Bremerhaven werden drei Eisenbahnwaggons als Bühne genutzt. Spielorte sind Bahnhöfe und Gleise, etwa am Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. Die Waggons dienen als Bühne und Unterkunft für die Schauspieler.

Das „Kleinod“-Ensemble mit seinem Stützpunkt im Bahnhof von Schiffdorf-Geestenseth ist für ungewöhnliche Inszenierungen meist unter freiem Himmel bekannt. Seine Themen findet Siemssen in der Auseinandersetzung mit der Geschichte und der Kulturlandschaft an der Küste. Vorstellungen werden nach den Erzählungen von Zeitzeugen gestaltet und an originalen Schauplätzen inszeniert. Die Gruppe verfügt über Deutschlands einzigen Theaterzug, mit dem sie für viele Produktionen auf Tournee geht.

Im DSM wird „Meteor“ bis zum 14. Mai gezeigt. Beginn ist jeweils um 21 Uhr, der Eintritt ist frei. Weitere Aufführungsorte sind bis zum 12.  Juli Wilhelmshaven, Hamburg, Hannover, Göttingen, Berlin-Spandau, Frankfurt/Oder, Stralsund und Stade. Gespielt wird in den Eisenbahnwaggons der Theatergruppe. - epd/dpa

www.das-letzte-kleinod.de

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