Von Thomas Kuzaj

Lesung und Ehrendoktorwürde

Demnächst in Bremen: Günter Kunert.

Bremen - · Sport: Lothar Pohlmann vom Landesbetriebssportverband Bremen (LBSV) hat den „Kinder-Oskar“ entgegengenommen – aber natürlich nur vorübergehend. Schließlich handelt es sich um einen Wanderpreis.

Im vergangenen Jahr bekam ihn Raimund Michels vom Kinderbewegungszentrum des Sportvereins Bremen 1860. Und genau dort gab Michels die Elefantenstatue nun an Pohlmann zurück. Pohlmann gehört zu den Organisatoren des alljährlichen „Bremer Kindertages“, bei dem der Preis stets verliehen wird. Michels hatte ihn im August vergangenen Jahres für sein jahrelanges Engagement für die Bewegungsförderung bekommen.

Er arbeitet seit 1974 als Sportlehrer bei Bremen 1860 und leitet seit 1996 das Kinderbewegungszentrum. „Ich freue mich sehr über den Preis und die große Anerkennung“, sagte Michels. „Den Organisatoren des ‚Kindertages‘ wünsche ich auch weiterhin eine so erfolgreiche Arbeit wie bisher. Ich freue mich schon auf den nächsten ‚Kindertag‘ am 8. August. Natürlich bin ich wieder mit meinen Kinderbewegungsliedern dabei.“ Lieder wie „Hallo, Sportler! Hallo, Sportler!“ sind bei vielen kleinen Bremern ganz große Erfolge.

Mit dem Bremer „Kinder-Oskar“ wiederum werden Menschen und Organisationen ausgezeichnet, die sich „für die Rechte und eine gesunde Entwicklung von Kindern“ einsetzen. Unter den Preisträgern der vergangenen Jahre waren der Kinderkanal (KiKa) und die „Sendung mit der Maus“ (WDR), die „Tigerente“ des Zeichners Janosch und der Liedermacher Rolf Zuckowski.

· Literatur: Radio Bremen hat den Schriftsteller Günter Kunert eingeladen – am Sonntag, 4. Juli, liest er für den Sender in der Stadtwaage (Langenstraße 13, Beginn: 20 Uhr). Kunert trägt Gedichte und Kurzprosa vor, teilte der Sender mit.

Am selben Sonntag sendet das Nordwestradio ein Porträt des 81-jährigen Dichters, der seit Ende der 70er Jahre im schleswig-holsteinischen Kaisborstel lebt. Beginn: 9.05 Uhr.

Als junger Lyriker wurde Kunert Anfang der 50er Jahre von Bertolt Brecht gefördert. Er gehörte zu den wenigen DDR-Autoren, deren Bücher auf beiden Seiten der deutsch-deutschen Grenze erscheinen konnten. In den 70er Jahren – nach der Ausbürgerung seines Freundes Wolf Biermann – beteiligte sich Kunert an Protesten von DDR-Künstlern gegen diesen Willkürakt. Er war einer der Erstunterzeichner der Petition gegen die Ausbürgerung. Im Jahr 1979 verließ dann auch Kunert die DDR – ausgestattet mit einem Dauervisum.

Am Tag nach seiner Lesung in der Stadtwaage verleiht das Dickinson College (Pennsylvania, USA) Kunert die Ehrendoktorwürde – und zwar auf dem Campus der Bremer Universität.

WWW.

dickinson.edu

radiobremen.de/nordwestradio

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