Bildband zum Rhododendron-Park Bremen vorgestellt / Blütenschönheiten

Mit der Leiter auf Motivfang

Rhododendron-Liebhaber: Dr. Hartwig Schepker (l.) und Jochen Mönch.

Bremen - BREMEN (cl) · Eigentlich sind Fahrräder im Horner Rhododendron-Park nicht gestattet. „Da wurde ich auch häufig von Passanten drauf hingewiesen“, schmunzelt Jochen Mönch.

Im vergangenen Jahr war der Fotograf mit Kameras, Fahrrad und Leiter ausstaffiert in dem weitläufigen Park unterwegs, um auf (Blüten)Motivjagd zu gehen. „Ohne die Leiter hätte ich solche tollen Aufnahmen nicht machen können“, sagt Mönch und verweist auf ein farbenprächtiges doppelseitiges Foto mit einer Vielzahl von Azaleen in wunderbarer Blüte im just erschienenen Bildband „Rhododendron-Park Bremen und Botanischer Garten“. Der letzte Sommer, aus Fotografensicht war er „schlichtweg ein Traum“. Der Park hätte in einer Blütenpracht wie nur selten zuvor gestanden.

Und zu sehen gibt es in der Hauptblütezeit, die jetzt beginnt, einiges. „Weltweit gibt es über 28 000 registrierte Sorten, wir haben 3 000 davon hier“, erklärt der Wissenschaftliche Leiter des Rhododendron-Parks und Botanischen Gartens, Dr. Hartwig Schepker. Die Zahlen sind ebenso beeindruckend wie die Blütenpracht: Von weltweit 1 000 Arten finden Pflanzenliebhaber 600 im Horner Areal wieder.

Natürlich nehmen Rhododendren und Azaleen das Hauptaugemerk in dem Buch ein, aber es sei ein großes Anliegen gewesen, alle Bestandteile des 46 Hektar fassenden Parks mit einfließen zu lassen. „Kaum jemand weiß, dass es hier einen wunderbaren Rosengarten gibt“, sagt Mönch. Auch der Heidegarten und der Botanische Garten finden sich in dem farbenprächtigen Band wieder. Ausgewählt habe man die Aufnahmen nach Schönheit – ein schweres Unterfangen, wie der Fotograf einräumt. „Jede Blüte ist schön.“

Bewusst habe man sich mit dem Text, übrigens zweisprachig in Deutsch und Englisch, knapp gehalten. „Es ist ein Bildband, der Appetit machen soll“, betont Schepker. Zudem funktioniere das Buch als Führer vom ältesten Parkteil zum jüngsten Kind, der Botanika. Gerne hätte der Pflanzenkenner sich mit den Texten mehr ausgetobt, er weiß aber auch: „Man darf den Infobogen nicht überspannen.“

Mit 3 000 Exemplaren geht der Bildband zunächst an den Start. „Wir drucken gerne nach“, betont Dr. Christoph Schottes vom herausgebenden Bremer Verlag Edition Temmen.

· „Rhododendron-Park Bremen und Botanischer Garten“, 80 Seiten, 125 Abbildungen. Das Buch kostet 9,90 Euro und ist im Buchhandel erhältlich.

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