Vier Vorstellungen

Pferdeshow „Apassionata“ kommt mit „Gefährten des Lichts“

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Freiheitsdressur ist das Metier von Sylvie Willms. Sie stellt bei „Apassionata“ gleich mehrere Pferde verschiedener Rassen vor.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Araber, Azteken, Friesen, Niederländische Warmblüter, Lusitanos, Menorquiner, spanische PRE, Quarter Horses, Welshponys und Tinker – allesamt Pferderassen – wollen am 26. und 27. Dezember die Herzen der Bremer erobern. Hinzu kommen Mini-Shettys und Esel „Nico“. Fans ahnen es schon: Sie alle gehören zur Pferdeshow „Apassionata“. Insgesamt sind in der Stadthalle (ÖVB-Arena) rund 60 Pferde und 90 zweibeinige Mitwirkende vor und hinter den Kulissen mit von der Partie. Erwartet werden um die 15.000 Zuschauer.

Die Show, die 15., trägt in diesem Jahr den Titel „Gefährten des Lichts“ und ist gleich vier- statt dreimal in Bremen zu sehen. Warum? „Nun“, sagt Stephanie Kannt von „Apassionata World“ gegenüber unserer Zeitung, „aufgrund der großen Nachfrage und der tollen Besucherzahlen.“

Versprochen wird eine Symbiose aus Reitkunst, Kreativität und künstlerischem Anspruch. Das Kreativteam besteht aus Direktor Klaus Hillebrecht, Kostümbildnerin Kristina Weiß und Lichtdesigner Rüdiger Benz. Sie haben für einen Soundtrack, aufwendige Kostüme und perfekt auf die Szenen abgestimmte Lichtkompositionen gesorgt. Hillebrecht, gebürtiger Hamburger, wollte die reiterlichen Highlights neu inszenieren und so die besondere Leidenschaft zwischen Mensch und Pferd noch stärker erlebbar machen.

14 Pferde verschiedener Rassen

Als Rahmen dient eine kleine Story mit Erinnerungen einer alten Frau an ihre Jugend. Da kommt es zu allerlei Begegnungen.

Viele alte Bekannte sind bei „Gefährten des Lichts“ mit von der Partie, so zum Beispiel Sylvie Willms, deren Familie seit mehr als 300 Jahren mit Pferden arbeitet. Schon als Kind, so heißt es, beeindruckte sie die Freiheitsdressur. In der aktuellen Show lässt sie insgesamt 14 Pferde verschiedener Rassen Lektionen vollführen – gelenkt allein durch ihre Stimme und ihre Körpersprache. Geht das? Das geht, wissen Pferdefreunde, dazu braucht es allerdings viel Vertrauen und gegenseitigen Respekt. 

Freiheitsdressur ist auch die Leidenschaft des Teams um den Italiener Bartolo Messina. Er lenkt in der Arena unterschiedlichste Pferderassen allein mit Vertrauen. Süße Mini-Ponys und bunte Tinker bringt Messina auch mit. Und mit Esel „Nico“ gibt's ein bisschen Comedy. Wer Willms und Messina schon gesehen hat, wie die Schreiberin dieser Zeilen, weiß, wie beeindruckend diese Freiheitsdressuren sind.

Levade, Courbette und Kapriole

Von Anfang an dabei ist das Team von Luis Valenca aus dem portugiesischen Lissabon. Der Altmeister der barocken Reitkunst bildet nicht nur Pferde von Promis aus, sondern hat auch ein kleines Museum ins Leben gerufen. In der Show zeigen seine Lusitanos Lektionen wie Levade, Courbette und Kapriole. Dressurlektionen hoch zu Ross präsentiert der Portugiese Filipe Fernandes Farias Banha – ausgebildet wurde er bei Valenca.

Die Equipe um den spanischen Meister der „Doma Vaquera“ (traditionelle Hirtenreitweise), Sebastian Fernández, zeigt, wie geschickt die Spanier mit der Garrocha umzugehen wissen. Dabei handelt es sich um einen etwa drei Meter langen Holzstab, der ursprünglich dazu diente, Kühe und Bullen zu leiten.

Vorstellungen am 26. und 27. Dezember

Kelly Hasta Luego und David Gasparo aus Südfrankreich kommen als Eisreiter und zeigen synchron Galopptraversalen und Pirouetten. Und bei den Trickreitern der Hasta Luego Academy geht im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab, die Ungarische. Die Trickreiter reißen das Publikum regelmäßig zu Beifallsstürmen hin.

Natürlich darf die Western-Reiterei bei „Apassionata“ nicht fehlen: Mit seinem Quarter Horse „Dirty Harry“ führt Jörg Pasternak das Cutting vor, das beim Zusammenhalten von Viehherden angewendet wird.

„Apassionata“ ist am 26. und 27. Dezember jeweils um 14 und 18.30 Uhr zu sehen. Tickets etwa ab 30 Euro gibt es in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

1.000 Kilo Müsli, 130 Tonnen Sand

Um die vierbeinigen Stars während der Tournee gut unterzubringen, werden neben den jeweiligen Hallen zwei große Stallzelte errichtet. Stallmanagerin Brigitte Munkert legt besonderen Wert darauf, die Boxen immer in der gleichen Reihenfolge zu belegen – Pferde fühlen sich wohler, wenn der Kumpel neben ihnen steht. Für das leibliche Wohl der Pferde werden für jede Stadt 1.000 Kilo Pferdemüsli und Hafer sowie 70 Ballen Stroh und Heu angeliefert. Bis zu 60 Kubikmeter Pferdemist sind jede Woche zu beseitigen. Für die Show verlegen die Helfer von „Apassionata“ in der Stadthalle als Untergrund für die Reitfläche 1 500 Quadratmeter Reitbodenmatten, die im Anschluss mit mehr als 130 Tonnen Sand bedeckt werden. Für die richtigen Licht- und Soundeffekte kommen 100 Movinglights zum Einsatz. Ein halbes Jahr Arbeit und 600 Quadratmeter Stoff fließen in die insgesamt 180 Kostüme der Mitwirkenden ein. - gn

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