Innenstadt kartiert / 431 Einzelhandelsflächen

„Leerstand voll im Maß“

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„Creamlovers“ heißt ein neues Eiscafé, das in der ehemaligen Sparkassenfiliale an der Sögestraße eröffnen will. 

Bremen - Von Jörg Esser. „Innenstädte müssen sich immer wieder neu erfinden“, sagt Dr. Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der Einzelhändlervereinigung City-Initiative. Der Einkaufsbummel soll zum Gesamterlebnis werden. Die Bremer Innenstadt mischt mit. Unter anderem mit 431 Einzelhandelsflächen. Das geht aus einer aktuellen Kartierung hervor.

880 Erdgeschossflächen innerhalb des Wallrings und der Bahnhofsvorstadt hat die City-Initiative kartiert. „Das ist eine Fleißarbeit“, sagt Halves. Zugleich sei die Datenerfassung wichtig für das Verständnis der Stadtstruktur und die Akquise neuer Einzelhandelskonzepte. „Wir stellen die Karte Profis wie Maklern, Projektentwicklern und Immobilienkaufleuten zur Verfügung.“

Hinein in die Fleißarbeit: Der Kartierung zufolge sind 431 der 880 Flächen und damit mehr als die Hälfte vom Handel belegt. „Der Einzelhandel ist die prägende Größe für das Innenstadtbild“, sagt Christiane Weiß von der City-Initiative. „Eine solche Angebotstiefe gibt es im Umkreis von 100 Kilometern kein zweites Mal.“ Hinzu kommen Dienstleister, Bankund Geldhäuser, Versicherungen, 27 Kultureinrichtungen sowie 205 Gastronomieflächen in der City. „Angebotslücken gibt es allenfalls kleinteilig auf ein Quartier bezogen.“ An der Obernstraße beispielsweise.

Viele farbige Flächen – die City-Initiative hat die Innenstadt kartiert. Die darauf platzierten Symbole (Eistüten, Weinflasche, Jeans ...) deuten auf Neueröffnungen hin. - Foto: Esser

33 Erdgeschoss-Ladenlokale stehen derzeit leer. „Ein beständiger Wechsel in der Nutzung ist üblich“, sagt Halves. Und weiter: „Die Quote ist voll im Maß.“ Soll heißen: im Bundesschnitt. Beim Blick auf die Karte wird deutlich: Die Problemzonen liegen am Rand der Innenstadt, vor allem in der Straße Am Wall zwischen Bischofsnadel und Zentralbibliothek.

Neueröffnungen werfen derweil ihre Schatten voraus. In der Sögestraße zieht mit „Creamlovers“ ein „flippiges Eiscafé“ in die ehemalige Sparkassenfiliale. Gastronomie auf zwei Ebenen und draußen vor dem Haus, Außer-Haus-Verkauf, italienisches Eis. Ein neues Konzept mit klassischen Zutaten. Ende August oder spätestens im September soll eröffnet werden, heißt es.

Einige Häuser weiter öffnet „Brax“ eine Filiale, eine „Genießbar“ zieht in die Katharinenpassage, der Dessous- und Bademodenladen „Per la Donna“ zum Schüsselkorb. Das „Citylab“ im einst dem Abriss geweihten Lloydhof ist quasi voll vermietet. Zwei Umbauprojekte laufen noch. Unter anderem zieht die „wein.heimat“ ein. Zudem bauen das Teehaus Schrader und der Drogeriemarkt „dm“ zurzeit ihre Geschäfte um.

Übrigens: Laut Halves liegt die Einzelhandels-Verkaufsfläche in der Innenstadt bei rund 130 000 Quadratmetern. Mehr als 60 000 Quadratmeter seien direkt von der Lloydpassage aus zu erreichen.

www.bremen-city.de

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