„Bündnis für ein grünes Bremen“ fordert Umdenken und zukunftsorientiertes Handeln

Lebensqualität und Standortvorteil

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Bremen ist grün – und soll es auch bleiben, sagt ein neues „Bündnis für ein grünes Bremen“. ·

Bremen - Von Ralf SussekBremen soll weiter ein so grünes Fleckchen bleiben wie es ist. Das fordert ein neues „Bündnis für ein grünes Bremen“. Gestern stellte sich das Bündnis zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor.

Anlass dafür waren die Überlegungen im vergangenen Herbst, aus finanziellen Gründen auf Nachpflanzungen für gefällte Straßenbäume zu verzichten. „Die Grünentwicklung ist kein Selbstläufer. Sie muss aktiv gesteuert werden und qualifiziert sein“, sagte gestern der Landwirtschaftsarchitekt Stefan Villena-Kirschner. Aktuell wird die erforderliche finanzielle wie personelle Mindestausstattung für öffentliches Grün unterschritten, erklärt das Bündnis in einem gemeinsamen Positionspapier. So könnte ab Juni die Stelle des Bereichsleiters „Neubau von Grünflächen“ unbesetzt sein, sagte Harald Mikulla vom Verband Garten- Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen. Der Verein gehört ebenso zum „Bündnis für ein grünes Bremen“ wie die Landesverbände der Architektenkammer, des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten, des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) und Einzelpersonen wie Bürgerparkdirektor Tim Großmann, Ulf Jacob (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) und Prof. Dietmar Zacharias (Botaniker der Hochschule Bremen). Das Bündnis fordert, jetzt die Weichen neu zu stellen, damit Grün in der Stadt auch in Zukunft erhalten, in der Qualität verbessert und dauerhaft finanziert wird. Eine hohe Qualität städtischen Grüns sei Voraussetzung für die Lebensqualität und ein klarer Standortvorteil, der Bremen auch als Wirtschaftsstandort attraktiv mache, so das Bündnis.

Einige der Forderungen: · Bremen braucht nicht weniger, sondern mehr und bessere Grünstrukturen. Alte Bäume müssen besser geschützt werden.

· Grün ist keine Bebauungsergänzung, sondern muss als gleichwertiger Teil der innerstädtischen Infrastruktur gesehen werden.

· Tradierte Pflegemuster des Grüns müssen an Klima- und demographischen Wandel (auch der Bäume, sie werden ebenfalls älter) angepasst werden.

· Kompetenzen sind – für effektive Planung und Pflege – zu bündeln.

· Grün in der Stadt erfordert eine finanzielle wie personelle Mindesausstattung.

Das Engagement für urbanes Grün in Bremen müsse gezielt verstärkt werden, meint die Initiative und bietet der Politik und Verwaltung nicht nur den Dialog, sondern auch eine Zusammenarbeit an.

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