„Paarlife“ bietet in Bremen Beziehungs-Fortbildung zur konstruktiven Stressbewältigung an

Fit für das Leben zu zweit

Katrin Barnert und Holger Böhm zeigen, wie sich Partner in einem Streitgespräch nicht verhalten sollten.

Bremen - Von Viviane StrahmannBREMEN · Er ist der Beziehungskiller schlechthin: Stress. Wird er in einer Beziehung nicht gemeinsam konstruktiv bewältigt, drohen sich Paare zu entfremden – nicht selten ist Trennung die Folge.

Wie negative Verhaltens- und Kommunikationsmuster so verändert werden können, dass Partner verständnisvoll miteinander Konflikte lösen, wissen Katrin Barnert und Holger Böhm. Die Psychologin und der Sozialarbeiter, beide Familien-Sozialtherapeuten und ausgebildete „Paarlife“-Trainer, begleiten maximal vier Paare während eines Wochenendseminars zur partnerschaftlichen Stressprävention.

„Stress erlebt man außerhalb einer Partnerschaft oder miteinander in der Beziehung“, erläutert Holger Böhm die Grundannahmen von „Paarlife“, das vom Schweizer Paarforscher Guy Bodenmann entwickelt wurde. Der Vorteil der Prävention: Neues Verhalten wird besser erlernt, wenn die Partner noch motiviert sind, aufeinander einzugehen. Der Arbeitstag war anstrengend – und kurz vor Feierabend übt der Chef auch noch Kritik. Zu Hause geht der Stress erst richtig los: Das liebevoll gekochte Essen der Partnerin wird gar nicht wahrgenommen. Statt Lob erntet sie nur genervtes Verhalten. Das verletzt – und der Streit ist programmiert.

Genau diese Erfahrung machten auch Christoph und Martina (Namen geändert). Nur ein Grund, warum sie sich entschlossen, vorbeugend in ihre Beziehung zu investieren. In einem ersten Gespräch beschreibt Christoph seine Situation und wie er sich dabei fühlt. Werden als erstes Gefühle wie Ärger ausgedrückt, gewinnt das Gespräch nach kurzer Zeit durch das aktive Zuhören seiner Partnerin an Tiefe. Es wird deutlich, dass Christoph auch Angst hat, seinen Job zu verlieren. „Es ist wichtig, dass wir uns für Gespräche Zeit nehmen, weil wir alle erst die schnellen Gefühle haben. Erst wenn man diese zulässt, kommen oft auch die darunter liegenden wie Angst oder ähnliches zum Vorschein“, sagt Holger Böhm.

Martina versteht Christophs Gefühle nach dem Gespräch besser, da sie das Gefühl der Angst auch kennt – die Basis für beide, ihre Probleme besser zu lösen. Die strikte Einhaltung von Regeln gibt den Paaren einen Rahmen vor, in dem sie in vier verschiedenen Gesprächstypen aktiv neue Muster erlernen. Wichtig für gemeinsame Konfliktbewältigung: Wer erzählt, bleibt in der Ich-Form, bezieht sich kurz auf eine konkrete Situation und beschreibt die eigenen Gefühle. Der Partner in der Rolle des Zuhörers soll Bereitschaft signalisieren: „Ich höre dir zu!“.

Katrin Barnert stellt klar: „Wir retten an diesem Wochenende natürlich keine Beziehung, aber wir zeigen den Teilnehmern eine Methode, die durch Übung in den Alltag transportiert werden muss, wenn sie wirken soll.“

Weitere Infos gibt es unter Telefon 0421/ 696 225 93.

WWW.

paarlife-bremen.de

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Meistgelesene Artikel

Corona in Bremen: Inzidenz sinkt – jetzt gelten neue Quarantäne-Regeln

Corona in Bremen: Inzidenz sinkt – jetzt gelten neue Quarantäne-Regeln

Corona in Bremen: Inzidenz sinkt – jetzt gelten neue Quarantäne-Regeln
Brief mit Pulver und Hakenkreuz: Großalarm am Bremer Rathaus

Brief mit Pulver und Hakenkreuz: Großalarm am Bremer Rathaus

Brief mit Pulver und Hakenkreuz: Großalarm am Bremer Rathaus
Brennpunkt Hauptbahnhof Bremen: Anrainer engagieren sich

Brennpunkt Hauptbahnhof Bremen: Anrainer engagieren sich

Brennpunkt Hauptbahnhof Bremen: Anrainer engagieren sich
Mieter gesucht: Diese Wohnung in Bremen ist außergewöhnlich

Mieter gesucht: Diese Wohnung in Bremen ist außergewöhnlich

Mieter gesucht: Diese Wohnung in Bremen ist außergewöhnlich

Kommentare