„Leben und Tod“ im Zukunfts-Format

Das Messebüro ist zum Fernsehstudio geworden: Raphaela Dell (l.) und Meike Wengler moderieren Gespräche bei der „Leben und Tod“. Foto: KOWALEWSKI

Alles ist anders: Im April abgesagt, dann gewissermaßen reanimiert, findet die elfte Verbrauchermesse „Leben und Tod“ der Messe Bremen in diesem Jahr virtuell statt. Darum heißt sie: „Leben und Tod vernetzt – Gemeinsam von zu Hause“.

VOB MARTIN KOWALEWSKI

Bremen – In den Arbeitsräumen der Messe im Gebäude der Halle 7 haben die Veranstalter ein kleines Studio aufgebaut. Die virtuelle Messe mit allen Themen rund ums Sterben läuft über zwei Tage und wird heute fortgesetzt.

Projektleiterin Meike Wengler (47) steht erstmals vor der Kamera. Mit ihr moderiert die ehemalige Schauspielerin und heutige Trainerin für Medienproduktionen, Raphaela Dell (59), die Gespräche mit aus dem Home-office zugeschalteten Fachleuten.

Gleich zur Eröffnung mit den beiden Moderatorinnen sind 650 Teilnehmer online. Die Zahl steigt schnell auf 1 000. Ein beachtlicher Erfolg für das ganz neue Format. „Wir erfahren die Veranstaltung nochmal ganz neu. Wir haben fünf Wochen voller Eifer dafür gearbeitet“, sagt Wengler. Ein ganzes Jahr lang arbeiten vier Angestellte für die „Leben und Tod“, zwei weitere temporär. „Wir waren echt traurig, als die Messe abgesagt wurde“, sagt Wengler. Dann brachte die Zusammenarbeit mit der Hamburger Agentur „Yoolabs“ die Rettung. Die eingeplanten Teilnehmer wurden angeschrieben. Sie schickten Beiträge, darunter etwa 50 Vorträge, diese zumeist als Video. Außerdem wurden noch 18 Live-Gespräche für das neue Format organisiert, zu sehen per Livestream und ab spätestens Anfang nächster Woche als Video. So kommen 180 Beiträge zusammen.

Dafür ist das Team nun mit neuen Aufgaben konfrontiert. So auch Alexander Kim (37), normalerweise für die Betreuung der Aussteller zuständig. Während der virtuellen Messe betreut er unter anderem Anfragen im Live-Chat.

„Es gibt viele Grüße und Lob, aber auch hilfreiches Feedback, etwa wenn der Ton mal zu leise ist“, sagt er. Dazu kämen inhaltliche Nachfragen, etwa, wie eine bestimmte Theorie heißt. „Das ist komplett ungewohnt, aber spannend und herausfordernd“, sagt er.

Corona hat hier auch für Fortschritt gesorgt. Wengler sagt: „Das neue Format ist jetzt Teil der Zukunft.“ Das virtuelle wird aber wohl eher ein Teilbereich zukünftiger Konzepte werden. „Die Zuschauer zahlen, um die Vorträge zu hören. Wenn wir das dann allen zur Verfügung stellen, entfällt die Exklusivität“, sagt Kerstin Weiß (31), Sprecherin bei der Messe Bremen.

Details unter

www.leben-und-tod-vernetzt.de

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