Nabu: Die Senator-Apelt-Straße ist ein echter Kröten-Hot-Spot

3.120 Leben gerettet

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Mehr als 3 120 Kröten hat der Naturschutzbund Bremen in den vergangenen Wochen an der Senator-Apelt-Straße gerettet.

Bremen - Mehr als 3.100 Leben hat der Naturschutzbund Bremen (Nabu) in den vergangenen Wochen gerettet. Recht genau waren es laut Nabu-Geschäftführer Sönke Hofmann 3.120 Kröten, die die Helfer sicher über die Senator-Apelt-Straße zu ihren Laichgewässern geleitet haben.

Nun kehren die Tiere in den nächsten Wochen zurück und müssen den gefahrvollen Weg über die Straße alleine meistern, denn für den Rückwanderzaun hat der Nabu schlicht nicht die Kapazitäten, sagte Hofmann. Deshalb bitten die Naturschützer insbesondere in Regennächten um Schrittempo auf der Senator-Apelt-Straße. „Vergangenes Jahr hatten wir nur Schätzzahlen, aber dieses Mal wissen wir es ziemlich genau“, betonte Nabu-Geschäftsführer Hofmann.

Als vor wenigen Tagen die Sammeleimer schier überquollen, mussten die Freiwilligen allerdings bei mehr als 900 Tieren das Zählen einstellen und sich um den viel wichtigeren Transport kümmern. Hofmann: „Eines ist jedoch gewiss: Das Gebiet rechts der Senator-Apelt-Straße ist ein echter Kröten-Hot-Spot.“ Er „freute sich total“, dass die ganze Aktion reibungslos und fast ausschließlich ehrenamtlich geklappt habe. Lediglich Auf- und Abbau des Zaunes musste mit hauptamtlicher Hilfe geschehen. Alle Kontroll- und Taxi-Gänge übernahmen teils ganz neue freiwillige Helfer für den Nabu. „Ich musste nur die Organisation übernehmen, was in Zeiten von E-Mails und elektronischen Terminkalendern wahrlich kein Akt war. Dafür haben wir nun eine Gruppe von elf Aktiven“, betonte Hofmann.

Für den Rückweg der Kröten müssen die Naturschützer jedoch auf einen Zaun verzichten. „Wir schaffen es leider nicht, nochmal einen Kilometer Zaun auf- und abzubauen“, so Hofmann. Außerdem könne sich Rückwanderung über Wochen hinziehen, und das könne man niemandem zumuten. Hofmann: „Auch, wenn es zynisch klingt: Die Tiere haben nach dem Hinweg ihre Hauptaufgabe erfüllt und ihren Laich in Tümpel und Fleete gelegt. An die fünf Millionen Eier in doppelten Laichschnüren können sich nun dank des Nabu zu Kaulquappen entwickeln.“

Wer sich für den Nabu engagieren will, erfährt mehr unter 0421/33 98 772. - gn

www.NABU-Bremen.de

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