Hilfsprojekte mit „Trommeln“ ausgezeichnet / Sozialsenatorin Rosenkötter kritisiert FDP-Chef Westerwelle

„Langzeitarbeitslose brauchen Unterstützung“

„Trommel“-Übergabe im Rathaus: Jürgen Seippel („Arbeit und Zukunft“, v.l.), Andreas Griebe („Hohehorst“), Ingelore Rosenkötter, Jub Mönster und Thomas Schneider (Bagis).

Bremen - BREMEN (epd) · Mit einer undotierten Trommel hat gestern der kirchennahe Verein „Arbeit und Zukunft“ in Bremen zwei Projekte ausgezeichnet, die auf vorbildliche Weise Langzeitarbeitslose fördern.

Die symbolischen Preise bekamen die Drogenhilfeeinrichtung „Hohehorst“ und der Bremer Bildhauer Jub Mönster. Sie setzten sich für Menschen ein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stünden, sagte Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) bei einem Festakt im Rathaus. „Langzeitarbeitslose brauchen Unterstützung von uns allen“, betonte die SPD-Politikerin.

„Hohehorst“ qualifiziert mit einer Initiative unter dem Titel „Sprungbrett“ insbesondere unter 25-Jährige. Mönster arbeitet unter dem Dach des Bremer Vereins für Innere Mission künstlerisch mit Menschen, die schon lange erwerbslos sind.

Die Auszeichnung wird seit 1998 regelmäßig verliehen. Dies geschah größtenteils in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, dem örtlichen Integrationsamt, der Bremer Arbeit GmbH und der Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales (Bagis).

Rosenkötter kritisierte bei der Verleihung FDP-Chef Guido Westerwelle. Die vom Vizekanzler und Außenminister angestoßene Diskussion über die Zukunft der Sozialpolitik sei unsäglich und mache deutlich, wie schnell eine ganze Gruppe in der Gesellschaft ins Abseits gestellt werden könne. Jürgen Seippel vom Verein „Arbeit und Zukunft“ schloss sich der Kritik der Senatorin an: „Der Preis ist gerade in einer Zeit wichtig, in der die FDP sozial kalt, mit Kalkül und zum eigenen Vorteil Dreckkübel über Erwerbslose ausschüttet.“

Unter den bisherigen Preisträgern sind das Bremer Übersee-Museum und das Theater der Hansestadt genauso wie der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel. Im vergangenen Jahr gingen die „Trommeln“ an den Arbeitswissenschaftler Helmut Spitzley, das Mütterzentrum im Bremer Ortsteil Osterholz-Tenever und die Stiftung „Maribondo da Floresta“. Sie betreibt einen Lebensmittelmarkt und ein Bistro, in dem schwerbehinderte Beschäftigte arbeiten.

WWW.

auz-bremen.de

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