Am 20. Mai öffnen 24 Einrichtungen bis 1 Uhr

Nachts im Museum

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Bunker Valentin

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Designstücke im Wilhelm-Wagenfeld-Haus ansehen, sich im Hafenmuseum über die schwere Arbeit informieren, im Alten Pumpwerk unterirdische Einblicke gewinnen und im Universum Spaß bei Spielen haben – und das alles in einer Nacht und mit einer Eintrittskarte. Bei der „Langen Nacht der Museen“ ist das kein Problem. „Anders sehen“ lautet diesmal das Motto der Museumsnacht am Sonnabend, 20. Mai, von 18 bis 1 Uhr.

Insgesamt 24 Ausstellungshäuser öffnen ihre Türen und bieten ein abwechslungsreiches Programm für kleine und große Besucher. Zum ersten Mal nehmen auch sieben Institutionen im Bremer Norden teil. In Vegesack sind das Overbeck-Museum, das Heimatmuseum Schloss Schönebeck, das Geschichtenhaus und die „Havengalerie“ mit von der Partie. Auch die Stiftung Haus Kränholm und die Galerie Birgit Waller mit dem Skulpturengarten in Lesmona und der Denkort „Bunker Valentin“ in Farge sind neue Ziele. Szenische Führungen, ein Open-Air-Konzert, Live-Musik, Dunkelführungen und vieles mehr können Besucher hier erleben.

Künstlergespräche in der Weserburg

Zurück in die Stadt. Die Weserburg auf dem Teerhof hat mehrere Künstlergespräche im Programm. Darunter sind John Isaacs, Marikke Heinz-Hoek und Farzia Fallah, die mit ihrer Kunst im Haus vertreten sind. Einen Blick von unten auf Bremen können Besucher im Alten Pumpwerk in Findorff werfen. „Die Stadt anders sehen“, heißt es dort, wenn es im unterirdischen Abwasserkanal in die verborgene Stadt geht. Da wartet auch schon mal eine Ratte im Kanal, keine Sorge, sie ist nicht echt.

Ober- und unterirdische Einblicke bekommen die Besucher während der „Langen Nacht der Museen“ im Alten Pumpwerk in Findorff. An der Museumsnacht am 20. Mai beteiligen sich 24 Häuser.

Natürlich darf auch das Thema Reformation im Jubiläumsjahr nicht fehlen. Das Dom-Museum und drei weitere Häuser haben sich dazu einen eigenen Rundgang durch die Nacht überlegt: „Das Dom-Museum zu Gast“ heißt es im Gerhard-Marcks-Haus, dem Ludwig-Roselius-Museum in der Böttcherstraße und dem Wilhelm-Wagenfeld-Haus. In den Führungen und einem Vortrag geht um den Bilder-Sturm, die Rolle der Frau und die „Marke Luther“.

Der Norden ist Thema in der Städtischen Galerie

In der Gesellschaft für aktuelle Kunst (GAK) wird es wieder die „Kauf-Bar“ geben. Miniaturarbeiten Bremer Künstler stehen zu „erschwinglichen Preisen“ zum Verkauf. In diesem Jahr sind es unter anderem Werke von Susanne Bollenhagen, Jannis Müller und Doris Weinberger.

Die Städtische Galerie im Buntentor eröffnet die Ausstellung „Norden“. Gezeigt werden Gemälde zum Thema Landschaft, in denen sich vielfältig die norddeutsche Herkunft der drei befreundeten Künstler Thomas Hartmann, Hartmut Neumann und Norbert Schwontkowski widerspiegelt, wie es heißt.

Sonderfahrplan des Verkehrsbundes

Die Museumsnacht umfasst Angebote für Familien und Kinder, musikalische, tänzerische und andere „bewegende“ Programmpunkte. Das Gerhard-Marcks-Haus präsentiert die Tanzinstallation „Bewegungslinien und Körperzeichnungen“ mit Tänzern des Steptext-Dance-Projects. Tänzerisch wird es auch in der „Kulturambulanz“ auf dem Gelände des Klinikums Ost (Züricher Straße 40) bei der Performance „Bonnie & Clyde“. Im Übersee-Museum tritt der Koraspieler Saliou Cissokho auf. Der gebürtige Senegalese spielt auf der westafrikanischen Stegharfe, die früher vor allem an afrikanischen Königshöfen gespielt wurde und heute ein wichtiger Teil der regionalen Popmusik ist, wie eine Sprecherin sagt. Die Walking-Act-Gruppe des Blaumeier-Ateliers „Süße Frauen“ ist im Focke-Museum, der Kunsthalle und den Museen Böttcherstraße unterwegs. Um 20 und 21 Uhr liest im Hafenmuseum Speicher XI (Überseestadt) der 1973 nach Deutschland eingewanderte türkischstämmige Autor Osman Engin aus seinem aktuellen Buch „…zwischen Köfte und Korinthenkackern“.

Entgegen der Ankündigung im Programm wird die „Militärgeschichtliche Sammlung“ in der Scharnhorst-Kaserne nicht zu sehen sein.

Der Verkehrsbund Bremen-Niedersachsen richtet für die „Lange Nacht der Museen“ einen eigenen Fahrplan mit kürzeren Abständen von Bussen und Bahnen ein. Außerdem verkehrt ein Schiffsshuttle vom Martinianleger. Alles ist im Preis für die Museumsnacht inbegriffen. Der Eintritt beträgt zwölf Euro für Erwachsene. Familien zahlen für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder 24 Euro. Neu ist das Single-Familien-Band (ein Erwachsener mit drei Kindern) für zwölf Euro.

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