25 Häuser beteiligen sich

„Lange Nacht der Bremer Museen“: Was es zu erleben gibt 

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25 Häuser beteiligen sich am Sonnabend, 2. Juni, an der „Langen Nacht der Bremer Museen“. Dazu gehört auch das Übersee-Museum (Foto). Unser Foto zeigt ein Potlatch-Diorama in der Amerika-Ausstellung. Potlatch ist die Bezeichnung für Feste der Indianer an der Nordwestküste, bei denen Geschenke verteilt wurden. Während der Feste wurden Häuptlingsnamen, Titel und Ämter an die nächste Generation weitervererbt. 

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Sie macht Spaß, sie bietet reichlich Auswahl und ist überaus spannend: die „Lange Nacht der Bremer Museen“. Am Sonnabend, 2. Juni, findet sie zum 18. Mal statt. 25 Häuser beteiligen sich. Die Museen entführen in diesem Jahr in „Unbekannte Welten“, denn so lautet das Motto.

Ob Gemälde, Skulpturen, Installationen und vieles andere mehr: 25 große und kleine Kultureinrichtungen gewähren am Sonnabend von 18 bis 1 Uhr Einblicke in die nächtliche Museumswelt. Was macht den Reiz der Veranstaltung aus? „Nun“, so sagen langjährige Besucher, „es ist einfach schön, in relativ kurzer Zeit Einblicke in unterschiedliche Museen zu bekommen. Und dann auch noch bis in die Nacht, das ist spannend.“

Viele der Häuser im Bremer Stadtgebiet und im Bremer Norden bieten ein speziell für den Abend gestaltetes Programm an, das dieses Jahr im Zeichen des Bremer Raumfahrtjahres „Sternenstunden 2018“ steht, wie eine Sprecherin der Museen sagte. Es bietet sich reichlich Gelegenheit zum Perspektivwechsel. Sogar Schiffstouren zu den Ausstellungshäusern sind möglich.

Im vergangenen Jahr hatte sich erstmals Bremen-Nord dem nächtlichen Angebot angeschlossen. Neu dabei in diesem Jahr ist das Olbers-Planetarium (Werderstraße 73). „Die ,Lange Nacht“ ist stetig um neue kulturelle und urbane Eindrücke bemüht“, sagt Jens Joost-Krüger, Marketing-Verantwortlicher bei der Wirtschaftsförderung (WFB). Die Organisatoren betonen, dass sie die „Bremer Kulturlandschaft erlebbar machen und sie aktiv ins Stadtgeschehen einbinden“ wollen.

Und hier einige Tipps für die Nacht: Im Alten Pumpwerk (Salzburger Straße 12) entführt der Kabarettist Pago Balke die Besucher auf philosophische Weise in die Tiefen des Themas Abwasser. Neben Einblicken in die römische Toilettenkultur werden die Anfänge der bremischen Kanalisation aufgezeigt (18 Uhr/19.15 Uhr). Im Dommuseum (Sandstraße 10) liest Schauspieler Dirk Böhling Kindern Grusel- und Abenteuergeschichten vor. Die Lesung wird musikalisch begleitet durch Domorganist Prof. Stephan Leuthold (18 Uhr). Im Focke-Museum (Schwachhauser Heerstraße 240) stellen Autor Imran Ayata und Künstler Bülent Kullukçu die Musiksammlung türkischer Gastarbeiter vor (21 Uhr/22.30 Uhr).

In der Gesellschaft für Aktuelle Kunst (GAK, Teerhof) haben Besucher die Möglichkeit, exklusiv für die Nacht hergestellte Miniaturarbeiten im Schachtelformat von Studenten der Hochschule für Künste der Klasse Ingo Vetter zu erwerben. Das Hafenmuseum in der Überseestadt (Speicher XI) will beweisen, dass Karaoke nicht nur ein beliebter Zeitvertreib an Bord eines Schiffes ist, sondern auch an Land funktioniert. Besucher können das eigene Talent an der Karaoke-Bar mit DJ Guido Bolero unter Beweis stellen (22 bis 24 Uhr).

In der Kunsthalle (Am Wall 207) erschafft der Bremer Rapper „Flowin Immo“ unbekannte Soundwelten auf Zuruf (21.30 Uhr/23 Uhr). Im Übersee-Museum (Bahnhofsplatz 13) präsentieren als Künstlerduo „Yatao“ Malte Marten und Alexander Mercks das Klangspektrum der Instrumente Handpan und Didgeridoo (19.30 Uhr/22 Uhr).

Im Bremer Norden nehmen an der Museumsnacht teil: Bunker „Valentin“, Haus Lesmona, „Havengalerie“, Schloss Schönebeck, Stiftung Kränholm und das Vegesacker Geschichtenhaus. Achtung: Das Overbeck-Museum bleibt wegen des Hafenfestes geschlossen.

Für die Museumsnacht wird lediglich ein Ticket gebraucht (zwölf Euro/Familie mit bis zu drei Kindern 24 Euro). Damit gibt's Zugang zu allen Häusern. Ab 17 Uhr können Ticketbesitzer zudem kostenfrei das Netz der Bremer Straßenbahn (BSAG) sowie das Fährnetz der Reederei „Hal över“ und die speziell eingerichteten Shuttle-Bussen nutzen.

www.museeninbremen.de/lange-nacht-bremen

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