Land hat 2015 mehr als viermal so viele Flüchtlinge aufgenommen wie 2014

Bremen: 10000 Asylsuchende

+
10 000 Asylbewerber hat Bremen bisher in diesem Jahr aufgenommen, hinzu kommen bis Jahresende etwa 2 800 unbegleitete minderjährige Ausländer. 50 Unterkünfte (hier das Bayernzelt) stehen für Flüchtlinge zur Verfügung.

Bremen - Mehr als 10 000 Flüchtlinge und Asylbewerber hat das Land Bremen im Jahr 2015 bislang aufgenommen. Die Marke sei gestern gegen 11 Uhr überschritten worden. Laut Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) hat Bremen damit im Jahr 2015 mehr als viermal so viele Flüchtlinge aufgenommen wie im Jahr 2014.

Damals zählte das Land 2 233 Neuankömmlinge. Hinzu kommen rund 2 800 unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA). Allein im Dezember dieses Jahres wurden in Bremen bislang 937 Asylbewerber registriert. Hochgerechnet auf den gesamten Monat Dezember ist mit rund 1200 Menschen zu rechnen – nach zuletzt 1937 im November. „In Bremen kommen zunächst sehr viel mehr Menschen an, als das Land am Ende aufnimmt“, sagte Stahmann. So haben sich im Verlauf dieses Jahres rund 21 000 Menschen bei der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (Zast) gemeldet. Etwa die Hälfte blieb in Bremen, alle übrigen wurden einem anderen Bundesland zugewiesen, um dort ihren Asylantrag zu stellen.

Hintergrund sei die gleichmäßige Verteilung aller Asylbegehrenden über die Länder der Bundesrepublik nach dem Königsteiner Schlüssel. Danach nimmt Bremen derzeit 0,94 Prozent aller Flüchtlinge auf. Über die Feiertage werde die Umverteilung aus Bremen zwar ausgesetzt, sagte die Senatorin: „Wir haben aber vorgesorgt und können die zusätzlichen Menschen, die wir vorübergehend aufnehmen, auch unterbringen.“ Dazu gebe es derzeit freie Plätze in der Messehalle 6 auf der Bürgerweide sowie bei Bedarf auch im Bayernzelt, das auf einer Gewerbebrache an der Neuenlander Straße aufgestellt wurde.

Die weitaus meisten Antragsteller in Bremen kamen weiteren Angaben zufolge in diesem Jahr aus Syrien (58 Prozent), gefolgt von Afghanistan (13 Prozent). Die Balkanstaaten Albanien, Kosovo, Serbien und Mazedonien sind zusammen mit 15 Prozent vertreten, unter den Zugängen seit September ist ihr Anteil auf zusammen 4,3 Prozent deutlich gesunken, hieß es weiter.

Entsprechend dringlich mussten Plätze in Gemeinschaftsunterkünfte ausgebaut werden. „Ende 2012 hatten wir noch rund 920 Plätze in vier Einrichtungen“, sagte die Senatorin, „Ende 2014 waren es 1900 Plätze in 17 Einrichtungen, und heute haben wir über 7700 Plätze in rund 50 Unterkünften.“ Mehr als 5000 Plätze seien in diesem Jahr eingerichtet worden, „und das besonders seit September in allergrößter Eile“. So erkläre sich, dass 4100 Plätze in festen Immobilien eingerichtet worden seien und 3000 in Notunterkünften wie Sporthallen und Zeltstandorten. Zudem lebten Flüchtlinge auch in Jugendherbergen.

je

Das könnte Sie auch interessieren

Neues von Thomas Cook: Fokus auf Familien und höhere Preise

Neues von Thomas Cook: Fokus auf Familien und höhere Preise

Grusellabyrinth und Horror-Fest: Halloween in Deutschland

Grusellabyrinth und Horror-Fest: Halloween in Deutschland

Wie werde ich Winzer/in?

Wie werde ich Winzer/in?

Zu Tisch! - Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken

Zu Tisch! - Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken

Meistgelesene Artikel

„Handwerksshow“ mit Ex-„Bachelor“ Jan Kralitschka im Weserpark

„Handwerksshow“ mit Ex-„Bachelor“ Jan Kralitschka im Weserpark

Musicaltheater: Vertrag bis 2023 mit neuem Betreiber

Musicaltheater: Vertrag bis 2023 mit neuem Betreiber

Ladies Night: 2500 Bändchen für mehr Spaß auf dem Freimarkt

Ladies Night: 2500 Bändchen für mehr Spaß auf dem Freimarkt

„Genussland“ veranstaltet Gastronomie-Tage

„Genussland“ veranstaltet Gastronomie-Tage

Kommentare