Zahl der Flüchtlinge in Bremen rückläufig / Zweite Erstaufnahmestelle bezugsfertig

„Lage hat sich entspannt“

Das ehemalige Vulkan-Verwaltungsgebäude in Vegesack wird zur Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge umgebaut. Der erste Abschnitt ist bezugsfertig. - Foto: Friedrichs

Bremen - Bremen bekommt eine weitere Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Ein erster Bauabschnitt im ehemaligen Konzernsitz der Vulkan-Werft in Vegesack ist weitgehend fertig. In der nächsten Woche soll das Übergangswohnheim an die Arbeiterwohlfahrt (Awo) als Träger der Erstaufnahme übergeben werden.

Es ist dann nach einer entsprechenden Einrichtung in der Alfred-Faust-Straße in Kattenturm die zweite zentrale Erstaufnahme für neu ankommenden Flüchtlinge in Bremen. Während in Kattenturm Raum für insgesamt 170 Flüchtlinge geschaffen wurde, sollen in Bremen-Nord 750 Plätze entstehen. Im ersten Abschnitt wird zunächst eine Notunterkunft mit 450 Plätzen an den Träger übergeben. Im Herbst sollen dort die Büros der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber und ausländische Flüchtlinge des Landes Bremen bezogen und eine Sprechstunde des Gesundheitsamtes für die Erstuntersuchung angeboten werden. Dann soll in dem Gebäude auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit seiner Bremer Außenstelle vertreten sein.

Derweil kommen auch in Bremen immer weniger Flüchtlinge an. Im März wurden noch knapp 200 Asylsuchende gezählt, teilte das Sozialressort mit. Im November vergangenen Jahres waren es noch rund 2  000. Derzeit geht der rot-grüne Senat für 2016 von rund 8 000 Neuankömmlingen aus. Im vergangenen Jahr hat das Land mehr als 12 000 Asylsuchende, davon rund 2  000 Minderjährige aufgenommen. Knapp 60 Prozent kamen den Angaben zufolge aus Syrien, viele auch aus Afghanistan sowie aus dem Irak, Eritrea und vom Balkan.

„Die Lage in den Unterkünften entspannt sich“, sagte David Lukaßen aus dem Sozialressort. Nach und nach werden Flüchtlinge, die in Turnhallen untergebracht sind, in Übergangswohnheime verlegt. Derzeit seien noch sieben Sporthallen belegt. Auch die in Zelten lebenden Asylbewerber sollen nach und nach in festen Unterkünften untergebracht werden, wenn es die weitere Entwicklung zulässt. - epd/je

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