Lächelnd zur Zahnkontrolle

Zehntausende Besucher tummeln sich beim Kindertag im Bürgerpark

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Da ist was los: Schon mittags ist der Kindertag im Bürgerpark gut besucht. 

Bremen - Von Martin Kowalewski. Ein Kleinkind lernt das wohl wichtigste Werkzeug der Feuerwehr kennen. Der kleine Ole strahlt und treibt mit dem Wasserstrahl einen Ball die Rampe hoch. Seine Mutter Anke Reinhart aus Bremen schaut interessiert zu. Ihr gefällt der 28. Bremer Kindertag, der am Sonntag bei wunderschönem Wetter im Bürgerpark stattfindet und schon kurz nach der Eröffnung gut besucht ist.

„Besonders schön sind die vielen Attraktionen für Kinder“, sagt Reinhart. Derweil pustet das nächste Kind den Ball die Rampe hoch. Viele der kleinen Wasserschützen schaffen es sogar, den Ball bis an das Ende der Rampe zu bringen. Vor Ort sind auch mehrere Löschfahrzeuge der Feuerwehr. Die Kinder und ihre Eltern dürfen einsteigen. Im Mannschaftsraum stehen viele im Einsatz wichtige Hilfsmittel, wie etwa Atemschutzgeräte. Draußen am Fahrzeug hängen weitere Schläuche, alles einsatzbereit.

Zahnbelag mit Schwarzlicht sichtbar gemacht

Beim Kindertag gehen die Kids sogar freiwillig zur Zahnkontrolle. In einem Zelt wird nachgeguckt, wie es um die Hygiene in den Mündern der kleinen Besucher bestellt ist. Ein Tropfen kommt auf die Zunge, ein Kontrastmittel, das sich schnell im Mundraum verteilt. Unter Schwarzlicht wird dann jeglicher Zahnbelag sichtbar. „Bei den Kleinen putzen die Eltern nach, darum ist bei ihnen die Hygiene etwas besser. Bei den Größeren ist es auch noch gut, aber verbesserungsfähig“, sagt Martina Wübbelmann, Mitarbeiterin bei der Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege im Lande Bremen.

Wasser marsch! Ole am Feuerwehrschlauch treibt am Sonntag auf dem Bremer Kindertag einen Wasserball die Rampe hoch.

Vor dem Zelt steht ein großer Dinosaurier. Die fünfjährige Laura-Marie saust begeistert auf diesen zu. Und schon überreicht ihr ein Assistent eine große Zahnbürste, und sie kann der großen Figur mit offenem Mund die Zähne putzen. Das macht sie begeistert, bevor sie für die kurze Zahnkontrolle zum Zelt geht. Ihre Mutter muss dafür nichts tun. „Auch das Zähneputzen macht Laura-Marie gerne“, sagt sie. Auch auf dem Zelt sind Dinosaurier zu sehen. „Das ist unser Maskottchen. Alle Bremer Kinder kennen es, weil wir damit auch in die Kindergärten gehen“, sagt Wübbemann. „Darum kommen die Kinder gleich freiwillig zu uns.“

Der Kindertag ist ein Erfolg - auch dank 800 ehrenamtlicher Helfer

Mehr als 800 Ehrenamtliche helfen beim Kindertag mit, so Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Vertreten seien 100 Vereine. „Wir rechnen wieder mit 50.000 Besuchern. Vielleicht toppen wir das sogar“, sagt Stahmann. „Wir sind bei unserem Motto ,Kinder starkmachen‘ geblieben. Dazu gehören Bewegung und gesunde Ernährung. Die Eltern finden hier niedrigschwellige Angebote.“ Teilweise kämen Familien mit drei oder sogar vier Generationen. Einige der Helfer seien schon als Kinder Gäste gewesen. „Ich finde es wichtig, dass der Kindertag und die ganzen Attraktionen keinen Eintritt kosten und auch, dass keine großen Labels, etwa für Smartphones, vertreten sind“, sagt Stahmann. Den „Kinder-Oscar“ verleiht Stahmann diesmal an Ulli Barde vom Verein „Sportgarten“. Der „Oscar“ wird vom Landesbetriebssportverband Bremen (LBSV) gestiftet, der auch Organisator des Kindertages ist. Barde habe den „Sportgarten“ zu einem wertvollen Treffpunkt für Kinder verschiedener Kulturen gemacht, so der LBSV.

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