Lachende Gesichter, tanzende Menschen

„Gentleman“ begeistert sein Publikum im Pier 2

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Reggae-Star „Gentleman“ sorgte mit seiner Band im Gröpelinger Pier 2 für viel gute Stimmung.

Bremen - Von Steffen Koller. Man nehme einen Kölner Pastorensohn, Reggae-Beats und einen Hauch karibisches Flair – fertig ist ein Abend im Gröpelinger Pier 2 mit dem Musiker „Gentleman“. Der verzauberte am Mittwoch bei seiner „The-Selection“-Tour etwa 2 500 Zuschauer. Gut zwei Stunden sorgte der 43-Jährige mit neun Bandkollegen für verdammt gute Stimmung. Wäre da nicht der etwas matschige Sound gewesen.

Das Intro lässt einiges erwarten. Zwei junge Frauen mit voluminösen Stimmen kommen Punkt 20 Uhr auf die Bretter, die in den kommenden Stunden zu einem Ort werden, der mit mieser Laune nicht im Geringsten etwas zu tun hat. „It‘s Reggae Time“ – und „Gentleman“ ist mittendrin. Handschlag hier, Begrüßung dort. Tilmann Otto, so der bürgerliche Name des gebürtigen Osnabrückers, zeigt sich von Beginn an publikumsnah und reißt die Menge vom ersten Ton an förmlich mit. Besucher wippen im Rhythmus von einem Bein auf das andere. Augen zu und komplett versinken in der Musik – so lautet für viele Zuschauer das Credo an diesem Abend.

„Gentleman“, der wohl erfolgreichste Reggae-Musiker Deutschlands, ist ein gern gesehener Gast in Bremen. Mehrfach trat er hier bereits auf, auch ein „MTV-Unplugged“-Konzert hat er im Pier 2 gegeben. Ein Ritterschlag für jeden Künstler. Mit vielen Vorschusslorbeeren betritt er also die Bühne. Seine Hände klatschen ans Mikrofon, die komplette Breite der Kulissen nutzt er aus. Ein Sprung, ein Schrei. „Schön, wieder hier zu sein, Bremen“, ruft er den Menschen zu. Die honorieren das Kompliment mit tosendem Applaus – und mit Textsicherheit par excellence. Seit 19 Jahren füllt „Gentleman“ nun schon Konzerthallen, und das merkt man dem Mann an.

Gentleman spielt im Bremer Pier 2

Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffe n Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller
Bei dem Konzert am Mittwochabend bebte die Fassade des Pier 2. © Mediengruppe Kreiszeitung/Steffen Koller

Lachende Gesichter, tanzende Menschen, gute Laune. Der 43-Jährige und seine Kollegen – vom Bassisten bis zum Saxophonisten – holen alles raus. Bei „Rainbow Warrior“ taucht Licht die Bühne in eine bunte Welt aus Farben, mit „Fire“ sorgt er für Vollauslastung der Beinmuskulatur und „To the Top“ versetzt die Besucher zurück zu den Anfängen des Interpreten, der schon immer auch politische Themen nicht unausgesprochen ließ. „Die schweigende Mehrheit ist für den Arsch. Ihr müsst Eure Fresse aufmachen“, fordert er und meint damit mehr Protest gegen den anhaltenden Aufwärtstrend der AfD.

So ausgelassen der Abend, so ansteckend die unverwechselbare Stimme von „Gentleman“, so matschig kommt zum Teil der Sound aus den Boxentürmen. Manche Ansagen sind im hinteren Bereich der Halle kaum zu verstehen. Die Mischung aus mehreren Stimmen und verschiedenen Instrumenten lässt das Equipment teils an seine Grenzen stoßen, ab und an fehlt schlicht die Durchschlagskraft. Der Bass ist da, keine Frage. Aber Bass ist eben auch nicht alles.

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