Kunsthalle: Hirschhorn baut Installation auf

Die Ruine als Ort

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Ein Mann und sein Werk: Thomas Hirschhorn gestern beim Aufbau seiner Installation „Nachwirkung“ in den Räumen der Kunsthalle.

Von Thomas Kuzaj. Kunst: Was ist Ordnung, was ist sinnvoll? Der Schweizer Installationskünstler Thomas Hirschhorn, der in Paris lebt, bringt eine Ruine in die Kunsthalle. Er baut hier gegenwärtig seine Installation „Nachwirkung“ auf. Sie „umfasst neben einer desaströsen räumlichen Situation fünf Meisterwerke aus der Sammlung“, heißt es in einer Vorschau des Museums. „Es geht um die Ruine als Ort“, sagt Kunsthallen-Sprecherin Jasmin Mickein. Hirschhorn baue seine Installation so, dass sie sich in die Architektur der Kunsthalle einfüge.

Kunst: Was ist Ordnung, was ist sinnvoll? Der Schweizer Installationskünstler Thomas Hirschhorn, der in Paris lebt, bringt eine Ruine in die Kunsthalle. Er baut hier gegenwärtig seine Installation „Nachwirkung“ auf. Sie „umfasst neben einer desaströsen räumlichen Situation fünf Meisterwerke aus der Sammlung“, heißt es in einer Vorschau des Museums. „Es geht um die Ruine als Ort“, sagt Kunsthallen-Sprecherin Jasmin Mickein. Hirschhorn baue seine Installation so, dass sie sich in die Architektur der Kunsthalle einfüge.

Der Künstler selbst wird so zitiert: „‚Nachwirkung‘ schafft in den drei Sälen der Großen Galerie einen Raum, der eine gewisse Sinnlosigkeit aufzeigt. In dieser Arbeit und mit dieser Arbeit soll jede Gewissheit verschwinden. Das heißt nicht, dass es keinen Sinn gäbe oder dass ich mit Unsinn operieren würde, es bedeutet vielmehr, dass es zu viel Sinn gibt, zu viel unendlichen Sinn und zu viel Sinnvolles.“

Zu sehen ist Hirschhorns „Nachwirkung“ ab Sonnabend, 5. September – und dann bis zum 17. Januar 2016. Aufgebaut wird die Ruine seit Donnerstag vergangener Woche. Bis Donnerstag dieser Woche sollen die Arbeiten dauern. Beschäftigt sind damit Hirschhorn, sein Assistent aus Paris, zwei Mitarbeiter der Kunsthalle sowie vier externe Helfer.

Im Dezember vorigen Jahres hatte Hirschhorn die Kunsthalle zum ersten Mal besucht. Seit März konstruierte er in seinem Pariser Atelier die Ruine für Bremen. Per Lastwagen wurde alles nach Bremen transportiert, wo es nun sorgsam wieder zusammengefügt wird. Über letzte Änderungen entscheidet der Künstler vor Ort. Zu den fünf Gemälden aus der Sammlung der Kunsthalle, die Hirschhorn für seine Ruine ausgewählt hat, zählen Arbeiten von Caspar David Friedrich („Das Friedhofstor“), Arnold Böcklin („Der Abenteurer“) und Franz Marc („Reh im Blumengarten“).

Krimipreis geht

an Merle Kröger

Krimi: Die Autorin Merle Kröger (jüngster Roman: „Havarie“), 1967 in Plön geboren, wird mit dem Radio-Bremen-Krimipreis geehrt. Die Jury zeichne Kröger, die in Berlin lebt, für ihre „großartig konstruierten Plots über aktuelle Themen“ aus, hieß es in der Anstalt. „Ihre Geschichten bestechen durch eine opulente Wortbildgestaltung. Den politischen und gesellschaftlichen Problemen verschafft sie mit ihrer Haltung Gesichter und Stimmen.“

Verliehen wird der Preis im Rahmen des Krimifestivals „Prime Time – Crime Time“, das in diesem Jahr vom 17. bis zum 28. September dauert. Das Finale ist die traditionelle „Kriminacht“ (mit der Preisübergabe) am Montag, 28. September. Beginn: 19 Uhr. Ort des Geschehens ist das Ausflugsschiff „Oceana“.

Neben der Preisträgerin Merle Kröger werden auch Regula Venske und Klaus-Peter Wolf zur „Kriminacht“ erwartet. Für die musikalische Unterhaltung sorgt Oliver Jüchems. Moderation: Hilke Theessen.

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