Zwischen Schnoor & Schlachte

Spektakel mit Punk, Kunst und Mode

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Mode, Punk und Kunst verbindet sich im Künstlerhaus „Art 15“ im Schnoor.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Wie Kunst die Schmierseife auf dem Parkett der Oberflächlichkeiten wird“ – nicht mehr und nicht weniger als dieses Thema beschäftigt Ute Bescht vom Künstlerhaus „Art 15“ (Schnoor 15). Die Künstlerin, in Harpstedt und eben im Schnoor zu Haus, präsentiert ihre „erste raumfüllende Kunstausstellung in Bremen“. Und zwar in der Zeit von Donnerstag, 25. April, bis Montag, 29. April. Titel: „My Personal Westwood – Homo Superficialis“. Untertitel: siehe oben.

Zu sehen ist ein „Querschnitt“ durch ihre Arbeit, so Bescht. „Auf den ersten Blick sind die Werke durcheinandergewürfelt: Da reihen sich zarte Aquarelle neben dunklen, bedrohlich wirkenden Acrylbildern aneinander“, sagt die Künstlerin. „Werke aus Tusche und Kaffee unterbrechen Bilder in Öl, bevor man auf gesprenkelten abstrakten Expressionismus mit Cartoon-Figuren trifft.“ Und so weiter, und so fort. „Punk-Pop“ sei das, so Bescht.

Und die Künstlerin fügt an: „Wer sich jedoch darauf einlässt, erkennt schnell den roten Faden in allen Werken – die Darstellung der menschlichen Unzulänglichkeiten, Eitelkeiten, Oberflächlichkeiten und der Respektlosigkeit im Umgang mit sich und seiner Umwelt.“ Das Ergebnis sei letztlich mehr eine „Kunstschau“ als eine Ausstellung.

Im Zentrum steht dabei das Werk „My Personal Westwood“, das sich auf die englische Mode-Legende Vivienne Westwood, Schöpferin des „Sex-Pistols“-Punk-Looks, bezieht. „Ich habe die Mode-Ikone gewählt, weil sie zeitlebens einen Lifestyle für mehr Toleranz, Bildung und Respekt geprägt hat“, sagt Bescht.

Die Arbeit „My Personal Westwood“ wird am Sonnabend, 27. April, im Haus Schnoor 15 mit einer Extra-Aktion sozusagen „eingeweiht“ – und das, wie es heißt, „ab etwa 18 Uhr“.

„In der Kunstschau ist das Hauptwerk in einer Kulisse arrangiert, in der sich jeder fotografieren lassen kann. Voraussetzung für das Shooting: ein Dresscode, der sich an den punkigen Modestil der Ikone Westwood anlehnt“, heißt es in einer Vorschau.

„Für ein Ticket zum Preis von fünf Euro gibt es zwei hochauflösende Shots zum Download und vier Getränke“, sagt die Künstlerin. Zu haben sind die Tickets direkt im Künstlerhaus „Art 15“. Mit dem Spektakel wolle sie auch „für mehr Toleranz gegenüber Trans- und Intersexuellen werben“, so Bescht.

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