Bremer Festival und Augustin-Auswärtsspiel

Die Kunst der Miniatur

Elfi und Yvette treten als „Die Spezialistinnen“ beim „Miniaturen“-Festival auf.
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Elfi und Yvette treten als „Die Spezialistinnen“ beim „Miniaturen“-Festival auf.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Festivals: Wenn Kleines ganz groß rauskommt, dann – ja, dann ist wieder Zeit für das „Miniaturen“-Festival im Theaterkontor an der Schildstraße 21 (Ostertor). Einmal mehr rückt dort die – so der Untertitel – „Kunst im Kleinen“ in den Fokus.

„Nach vier erfolgreichen Ausgaben von ‚Miniaturen‘ feiert das Theaterkontor zum fünften Mal das Fest für das kleine Format“, sagt eine Sprecherin. Auch dieses Mal wieder werde das gesamte Kontorhaus mit „Inszenierungen, Choreografien und Installationen“ gefüllt – unter anderem, um „den Blick zu schärfen für die wunderbaren, oft kleinen Dinge“. Die Künstler nutzen dazu buchstäblich das ganze Haus – „vom Keller bis zum Dach, von der Abstellkammer bis zum Theatersaal“.

Termin: Freitag und Sonnabend, 25. und 26. Januar, jeweils ab 18 Uhr. Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt acht Euro.

Die Organisatoren verstehen „Kleinheit als Idee“: „Miniatur – das ist Reduktion von Größe, der Blick auf die Kleinheit, die Liebe zum Detail. Ein Epos als Vierzeiler, ein Drama, erzählt in nur einer Minute – oder eine Zirkusvorstellung auf nur zwei Quadratmetern.“ Hauptsache: klein.

„In einer Welt, die so komplex geworden ist, dass sie in ihrer Gesamtheit nicht mehr wahrgenommen werden kann, will ‚Miniaturen‘ den Blick schärfen, um die Kunst im Einzelteil, die Vollkommenheit des Fragments, das große Ganze im Teilstück zu entdecken“, heißt es. Große Worte begleiten das Festival der kleinen Dinge. Tanz und Theater, Installation und Fotografie – mehr als 40 Künstler sind dabei.

Unter ihnen das Duo „Charles und Erika“ mit einer „Peep Show“, Katrin Bretschneider mit Studentinnen des „Zentrums für Performance Studies“ der Bremer Uni und das Theater „Mensch, Puppe!“ – und außerdem Axel Brasgalla und Herbert Lange („Das tapfere Schneiderlein“), der Fotograf Andreas Caspari („Kühnheit – Eine Gedankenreise“) sowie Anne-Kathrin Ortmann und Birgit Freitag („Heimat ist gewiss kein objektiver Tatbestand“). Benedikt Vermeer präsentiert Ausschnitte aus dem Repertoire des Literaturkellers.

· Literatur: Der Bremer Autor Michael Augustin („Nur die Urne schwimmt“) – ein Künstler, der die hohe Kunst der literarischen Miniatur pflegt – hat ein Auswärtsspiel. In Österreich. In Salzburg, um genau zu sein. Die Lesung – am 15. Februar 2013 im „Café Mozart“, gleich neben Mozarts Geburtshaus – ist eine Spätfolge der Bremer „Salzburg-Tage“ und vor allem der Gemeinschaftsausstellung von Bremer und Salzburger Künstlern, die im vorigen Jahr zum 40. Gründungstag des Bremer Presse-Clubs gezeigt wurde.

Seit geraumer Zeit pflegen der Presse-Club und die Salzburger Leopold-Kohr-Akademie ja einen kulturellen Austausch zwischen beiden Städten, was – wie man in Bremen mit gewissem Bedauern registriert – in Österreich bisweilen zu einem größeren Echo führt als in Bremen. Augustin jedenfalls liest bei seinem Auswärtsspiel gemeinsam mit dem Salzburger Schriftsteller Walter Müller, der im Herbst in Bremen aufgetreten war. Teile der gemeinschaftlichen Kunstausstellung übrigens sind bis zum 23. Februar im Salzburger Traklhaus zu sehen.

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