Kuhhirtin, Mädchen und Badende

Neu: Briefmarkenserie mit Kunsthallen-Motiven

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Citipost-Geschäftsführer Helge Schweers (l.) und Kunsthallen-Geschäftsführer Stefan Schnier mit den neuen Kunsthallen-Briefmarken – in vergrößerter Form. Nicht etwa für riesige Briefe, sondern zur besseren Darstellung. Im Vordergrund ein Karton mit Marken im Originalformat.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Sechs Motive, ein Thema: Kunsthalle Bremen. Nachdem 2015 eine Briefmarkenserie mit sechs Bildern vom und aus dem Focke-Museum erschienen war, kooperiert die Citipost jetzt wieder mit einem Bremer Museum – mit der Kunsthalle eben. Und so gibt es nun sechs neue Briefmarken mit Motiven aus der Kunsthalle.

Die Citipost hat seit 2007 drei Markenserien mit Bremer Partnern herausgebracht. Mit den Kunsthallen-Marken folgt nun die vierte Serie des Unternehmens. Die Marken sind ab Ende Oktober bei 32 Verkaufsstellen in und um Bremen zu haben – beispielsweise in Kiosken, Bäckereien und den Kundencentern der Bremer Straßenbahn AG (BSAG).

Neben einer Marke für Firmenkunden werden für Privatkunden fünf Werte angeboten – gültig für den deutschlandweiten Versand, wie es hieß: 45 Cent für Postkarten, 55 Cent für Briefe bis 20 Gramm sowie für größere und schwerere Briefe Marken für 80 Cent, 1,30 Euro und 2,20 Euro.

Stefan Schnier, Geschäftsführer der Kunsthalle: „Die ausgewählten Motive repräsentieren den umfangreichen Sammlungsbestand der Kunsthalle Bremen und sollen den Versendern und Empfängern die lokalen Schätze deutlich machen sowie zu einem Besuch in Bremen und der Kunsthalle animieren.“ Citipost-Geschäftsführer Helge Schweers schwärmt unterdessen von den „tollen Motiven“. Und was ist nun auf den Marken zu sehen? Allerlei, nämlich:

-das Hauptgebäude des privat getragenen Museums. Es „wurde bereits 1849 eröffnet“, so Kunsthallen-Sprecherin Jasmin Mickein, und war „das erste eigene Gebäude eines Kunstvereins“ in Deutschland.

- Die „Kuhhirtin“ (1890/92) von Max Liebermann. „Die Bremer Liebermann-Sammlung zählt zu den bedeutendsten ihrer Art in Deutschland. Dazu zählt das impressionistische Werk ,Kuhhirtin‘, das bereits 1908 als Geschenk von Bertha Biermann in die Kunsthalle gelangte“, so die Sprecherin. Bertha Biermann, Gattin eines Bremer Zigarrenfabrikanten, war eine Mäzenin des Museums. Liebermann wiederum hat die Bremer Kunstliebhaberin im Jahr 1908 auch gemalt.

-„Erwachendes Mädchen“ (1877/78) von Eva Gonzalès. Die Pariser Künstlerin gilt als „eine der bedeutendsten Malerinnen unter den Impressionisten“, heißt es.

-„Familienbildnis“ (1813) von Merry Joseph Blondel. „Blondel malte das klassizistische Gemälde kurz nach seiner Rückkehr aus Rom“, sagt die Sprecherin. „In seiner Feinheit erinnert es an seine Ausbildung als Porzellanmaler, in seiner Komposition an die Profilköpfe antiker Gemmen und Münzen und die Studienköpfe berühmter Renaissancemaler.“

-„Rastende Künstler im Gebirge“ (1817) von Johann Christoph Erhard. „Das Aquarell ist ein Hauptwerk aus Erhards Zeit in Wien.“

-„Mit Schilf werfende Badende“ (1909) von Ernst Ludwig Kirchner. Mickein: „Kirchner schuf den Farbholzschnitt während seiner Zeit in der expressionistischen Kunstvereinigung ,Brücke‘.“ Die Technik entsprach dem Wunsch der Künstler nach „ursprünglichem Ausdruck, erforderte sie doch eine kraftvoll-spontane, vor allem aber auch nicht korrigierte Arbeitsweise“.

Romantik im Sendesaal

Romantische Lieder deutscher, russischer und ukrainischer Komponisten stehen demnächst im Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee auf dem Programm – bei einem Konzert, das dort am Sonntag, 29. Oktober, um 20 Uhr beginnt. Der „Bremer Rathschor“ singt dann unter der Leitung von Jan Hübner. Solisten sind die Sopranistin Patricia Andress und der Pianist Alexey Botvinov. Zu hören sind Lieder von Franz Schubert, Lev Revuzkyi, Johannes Brahms, Heorhij Mayboroda und Sergei Rachmaninow. Eintrittskarten kosten 23 Euro, ermäßigt 15 Euro.

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