Die Pläne des Vegesacker Overbeck-Museums für das neue Jahr / Blick nach Worpswede

Künstlerfreunde, Briefe und Einblicke

Fritz Overbeck mit Strohhut, aufgenommen um 1895. ·
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Fritz Overbeck mit Strohhut, aufgenommen um 1895. ·

Bremen - „Sehnsuchtsvoll nach dem vollen ganzen Leben!“ Unter diesem Titel präsentiert das Overbeck-Museum in Vegesack noch bis zum 12. Januar die Bremer Malerin Elisabeth Noltenius (1888 bis 1964). Und dann? Dann rückt – unter anderem – einmal mehr Worpswede in den Fokus.

Zum Jahresbeginn präsentiert das Overbeck-Museum zunächst einmal Kunst aus drei Generationen. „In der Bremer Familie von Harsdorf haben sich Liebe und Begabung zur Kunst regelrecht vererbt“, so Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi. Nun stellen Großvater, Mutter und Sohn erstmals gemeinsam aus. Vom 26. Januar bis zum 30. März 2014 bietet die Ausstellung „Der Stein des Anstoßes“ Einblick in „ein Familienprojekt der besonderen Art“.

Weite Horizonte, Felder und das Meer gehören zu den bevorzugten Motiven der Malerin Barbara Nowy. Pourshirazi: „Die gebürtige Bremerin lebt mittlerweile in Berlin, die Liebe zur norddeutschen Landschaft ist ihr jedoch geblieben.“ Zu sehen ist das im Rahmen einer Ausstellung, die vom 13. April bis zum 15. Juni dauert.

Dann folgt die große Sommerausstellung des Overbeck-Museums, und die reiht sich ein in die Aktivitäten zur 125-Jahr-Feier der Künstlerkolonie Worpswede im Sommer 2014.

In Kooperation mit dem Otto-Modersohn-Museum in Fischerhude zeigt das Overbeck-Museum vom 29. Juni bis zum 5. Oktober „Fritz Overbeck und Otto Modersohn – Eine Künstlerfreundschaft“, und zwar in Bildern und Texten. Erstmals soll dazu der Briefwechsel zwischen Overbeck und Modersohn publiziert werden – und neue Aspekte der Worpsweder Kunstgeschichte offenbaren.

Pourshirazi: „Die Maler Fritz Overbeck und Otto Modersohn standen einander nicht nur künstlerisch, sondern auch persönlich nahe. In der Gegenüberstellung ihrer Bilder aus der gemeinsamen Worpsweder Zeit wird das ebenso deutlich wie in ihren Briefen.“

Seit Fritz Overbecks erstem Besuch in Worpswede 1892 bis zu seinem frühen Tod 1909 verbindet die Freunde ein reger Briefwechsel – „humorvoll und persönlich, aber auch kritisch in der künstlerischen Auseinandersetzung“.

Der Briefwechsel zwischen Otto Modersohn und Fritz Overbeck, der in einer kommentierten Edition nun vollständig zugänglich gemacht werden soll, ermögliche „wichtige neue Einblicke in Leben und Werk der Künstler und in das Phänomen ‚Worpswede‘, das bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat“, sagt Museumsleiterin Pourshirazi.

Zur Sommerausstellung lade ein „breitgefächertes Rahmenprogramm mit Lesungen, Vorträgen, Führungen, Kunstreisen und Malkursen“ dazu ein, Werke und Lebensumstände der Künstler näher kennenzulernen und „mit allen Sinnen zu genießen“. · kuz

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