Von Thomas Kuzaj

Kühle Motive für den Frühling

Bremen - · Ausstellung: Brrr, der Titel klingt ganz schön kühl – gestern hätte er ziemlich gut zum Bremer „Frühlingswetter“ mit Hagel und Schnee gepasst. Doch die Ausstellung mit Fotografien von Martina Ehlers beginnt erst am Montag, 26. April.

Zu sehen sind die Aufnahmen in der DKV-Residenz in der Contrescarpe (Am Wand rahm 40–43) – und das eben unter dem kühlen Titel „Eisiger Horizont“. Die Vernissage beginnt am Montag um 19.30 Uhr. Die Bilder der Künstlerin aus dem Steintor sind dann bis Montag, 17. Mai, zu sehen.

Und was ist zu sehen? Fotografien, die seit 2008 an der nord- und ostfriesischen Küste entstanden sind. Martina Ehlers „dokumentiert“ die „karge und bizarre Schönheit der Wattenmeerlandschaft der Wintermonate, die völlig konträr zu den milden landschaftlichen Eindrücken des Sommers steht“, erklärte ein Sprecher. Und weiter: „Schnee- und Eisflächen erstrecken sich bis zum Horizont und unterstreichen die enorme Weite und Einsamkeit der Landschaft. Anmutig wirkende Eisformationen finden sich am Küstenstreifen – sowohl an Land als auch auf dem Watt. Eisschollen treiben bei auflaufendem Wasser auf der Wasseroberfläche. Dem Betrachter bietet sich ein ungewöhnliches, fast arktisch wirkendes Bild.“ Da bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens das Frühlingswetter wieder deutlich milder wird.

· Literatur: Die Schriftstellerin und Lyrikerin Kerstin Fischer, 1965 in Achim geboren, liest in Bremen aus ihrem neuen Buch „Sergejs Schatten“ – am Sonntag, 25. April, im Krankenhaus-Museum auf dem Areal des Klinikums Bremen-Ost (Züricher Straße 40). Beginn: 16 Uhr. Die Autorin beschreibt in ihrer Erzählung „das Beziehungsgeflecht eines Paares zwischen Liebe und Wahn“, sagte eine Kliniksprecherin.

Und: „Sie hat ihr Buch unter das Motto aus Thomas Manns ‚Zauberberg‘ gestellt, wonach alle Krankheit verwandelte Liebe sei. Fischer ist vor allem durch ihre erste Roman-Erzählung ‚Das Gewächshaus‘ über eine magersüchtige Frau bekanntgeworden.“

Die Lesung gehört zum Begleitprogramm der Ausstellung „Zwischen Genialität und Wahnsinn“, die bis zum 6. Juni im Krankenhaus-Museum zu sehen ist. Sie vereint Arbeiten von Robert Burda, Karl Cornelius, Josef Schwaf und Fritz Tobergte.

WWW.

kulturensemble-bremen.de/museum/sonderausstellung/art_brut_eingangstext.php

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