Sparkasse verbessert Jahresergebnis auf 12,9 Millionen Euro / „Bremen krisensicher“

Von Kreditklemme keine Spur

Der Vorstand der Sparkasse Bremen: Dr. Heiko Staroßom (v.l.), Dr. Tim Nesemann, Thomas Fürst und Klaus Schöniger.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke· Die Sparkasse Bremen hat ihr Jahresergebnis 2009 deutlich um 10,7 Millionen Euro auf 12,9 Millionen Euro gesteigert. „Ein zufriedenstellendes Ergebnis“, resümierte Vorstandschef Dr. Tim Nesemann. Dennoch: Der Gewinn sei steigerungsfähig.

„Wir sind gut positioniert“, betonte Nesemann. Die Sparkasse habe ihre Marktstellung weiter ausgebaut. Fast jeder Bremer – es sind etwa gut 479 000 – haben ein Konto beim Unternehmen mit seinen 1 500 Mitarbeitern (plus 30), das laut „Focus Money“ „Beste Bank in Bremen“ ist. Mit einer „komfortablen Eigenkapitalquote“ sei für die Zukunft vorgesorgt. Gesunken sind der Zinsüberschuss (von 212,4 auf 202,9 Millionen Euro) und der Provisionsüberschuss (von 59,8 auf 59,1 Millionen Euro). Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht um 0,3 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro. Der Verwaltungsaufwand verringerte sich um 7,5 Prozent auf 219,4 Millionen Euro.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könne beim Institut und seinen Kunden von einer Kreditklemme nicht die Rede sein, so Nesemann. Nach dem Rekordjahr 2008 sei die Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen noch einmal ausgeweitet worden. Die dezentral aufgestellten Sparkassen, so auch in Bremen, seien zumeist ohne direkte Verluste durch die Krise gekommen. „Sie konnten damit die Kreditfinanzierung ihrer mittelständischen Firmenkunden sicherstellen“, erklärte der Vorstandschef. 4,1 Prozent mehr Kredite (insgesamt fünf Milliarden Euro) wurden an den Mittelstand vergeben, vor allem für Investitionen. Die Neubewilligungen an Krediten stiegen auf 2,1 Millionen Euro. „Die allermeisten Firmenkunden haben es geschafft, in den schwarzen Zahlen zu bleiben, auch in der Logistikbranche“, freute sich Vorstandskollege Dr. Heiko Staroßom. Die Einlagen der Firmenkunden seien gar um 100 Millionen Euro gestiegen. Staroßom: „Bremen ist wohl krisensicherer als andere Regionen.“

Apropos Mittelstand: Die Sparkasse unterstützt die Revitalisierung der alten Hafenreviere in der boomenden Überseestadt. Im Speicher I seien 2 400 Jobs bei 200 Unternehmen entstanden. Am „Weserufer“ folgten nun auf 20 000 Quadratmetern Büroflächen und 100 Wohnungen. Auch in die weiteren Planungen sei die Sparkasse involviert, engagiere sich in der Entwicklungsgesellschaft „Hafenkante“.

Knapp 11 000 mehr „Giroflex“-Kunden, 191,2 Millionen Euro (plus 4,2 Millionen) für die private Vorsorge, 314 Millionen Euro (plus 38 Prozent) fürs Neugeschäft mit privaten Baufinanzierungen („gegen den Markttrend“) – das sind weitere Zahlen aus der Bilanz.

Ausgezahlt hat sich laut Nesemann die Investition in die Beratungsqualität. Durch die Modernisierung der technischen Infrastruktur und Verlagerung von Verwaltungsaufgaben hätten die Berater mehr Freiräume für Kundengespräche. Nesemann: „In Beratung/Service gibt es 100 000 Kundenkontakte im Monat.“ Innovativ präsentiert sich die Sparkasse nach den Worten des Vorstands mit einem ganzheitlichen Risikovorsorge-Konzept, das in Kürze auf den Markt kommen soll. Das neue Immobilien-Center biete umfangreiche Beratung rund ums Bauen, Wohnen, Modernisieren und Finanzieren. Bei den „Immobilientagen“ am Wochenende wurde das Institut mit 6 800 Besuchern statt, wie üblich, 4 000 fast überrannt.

Gesellschaftlich bleibt die Sparkasse ein wichtiger Sponsor: Etwa vier Millionen Euro investierte sie in die Förderung von Kunst, Kultur, Sport, Bildung und Soziales.

WWW.

sparkasse-bremen.de

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