Beim zweiten „Bremer Solarcup“ an der „Waterfront“ fahren selbstkonstruierte Gefährte um die Wette

Kreative Flitzer auf der Rennstrecke

Flitzten dank Solarbetrieb ins Ziel: die selbstgebauten Fahrzeuge von Jan Dauelsberg (v.l.) und Nico Woltjen sowie Christoph Senft und Nico Tischer. ·
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Flitzten dank Solarbetrieb ins Ziel: die selbstgebauten Fahrzeuge von Jan Dauelsberg (v.l.) und Nico Woltjen sowie Christoph Senft und Nico Tischer.

Bremen - Von Viviane Reineking. Kreative Entwicklungsarbeit war im Vorfeld des zweiten „Bremer Solarcups“ gefragt, am Sonnabend dann traten junge Nachwuchs-Ingenieure mit ihren eigens konstruierten Solarfahrzeugen und Booten beim Einkaufscenter „Waterfront“ gegeneinander an.

Nicht nur auf der zehn Meter langen Rennstrecke macht das mit zwei Solarmodulen betriebene Gefährt von Christoph Senft und Mitschüler Nico Tischer vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Huchting eine gute Figur. Auch optisch ist ihr roter Doppeldeckerbus ein Hingucker. Zwei Prototypen haben die beiden Fünftklässler entworfen, bevor ihr Bus wettkampftauglich war. Die Testfahrten vor dem Rennen verlaufen vielversprechend.

Der „Solarcup“ wird vom Bremer Bezirksverein des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) ausgetragen. Er ist eine Regionalveranstaltung von „Solarmobil Deutschland“. Jeweils die besten drei Teams einer Wertungsklasse fahren zum Bundeswettbewerb im September nach Frankfurt.

„Wir wollen den Nachwuchs für Technik begeistern, das funktioniert am besten in einem Wettbewerb“, sagt Torsten Bolik vom Bremer VDI. Eine wichtiges Anliegen, so Bolik, denn „100 000 Ingenieursstellen sind deutschlandweit unbesetzt“.

Über der Rennstrecke sorgen große Leuchten für viel Licht, damit die solarbetriebenen Gefährte ins Rollen kommen. Während in der Wertungsklasse der Viert- bis Achtklässler das Fahrzeug aus einem Motor und Solarzelle besteht, sehen sich die älteren Schüler aus den Klassen neun bis zwölf vor der Herausforderung, mit Hilfe eines Energiespeichers auch einen ein Meter langen, schattigen Tunnel zu durchqueren. Insgesamt 26 Teams sind dabei.

Im vorigen Jahr ging Jan Dauelsberg noch mit einem Solarmobil aus Holz an den Start, dieses Mal hat er es optimiert: Gemeinsam mit Nico Woltjen hat der 14-Jährige hauptsächlich Aluminium verbaut. Dank der Plexiglasräder liegt der Flitzer gut auf der Strecke, mit den auf hohen Putzschienen befestigten Solarzellen wird viel Licht eingefangen und Energie für eine schnelle Fahrt produziert.

Je leichter, desto schneller: Deshalb haben Steffen Thamm, Lisanne Rohlfs und Nils Kunst vom Hildegard-von-Bingen-Gymnasium Twistringen ihr Fahrzeug hauptsächlich aus Styropor hergestellt. Ein Schuljahr lang haben sie in einer AG daran getüftelt. „Vor dem Bau haben wir viele technische Zeichnungen angefertigt“, sagt der 15-jährige Steffen Thamm.

Bei Rennende belegt das Team Dauelsberg/Woltjen ebenso wie die Twistringer jeweils Platz zwei in ihren Wertungsklassen. Sieger im Kreativwettbewerb sind Nico Tischer und Christoph Senft mit ihrem Doppel deckerbus.

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