Interpretationen zu Kunstwerken von Max Liebermann

Kreative und eigenwillige Reflexionen

Mehr als 30 Bremer Künstler präsentieren in der City-Galerie im ehemaligen Lloydhof ihre Interpretationen zu ausgewählten Werken der Max-Liebermann-Ausstellung in der Bremer Kunsthalle. - Foto: Esser

Bremen - Von Jörg Esser. Ihre Antworten auf Liebermann präsentieren mehr als 30 Bremer Künstler in der temporären City-Galerie im „Citylab“ (ehemals Lloydhof). Zu sehen sind bis kurz vor Weihnachten kreative, kritische und zum Teil eigenwillige Interpretationen zur Sonderausstellung „Max Liebermann – vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport“, die bis zum 26. Februar 2017 in der Bremer Kunsthalle zu sehen ist.

Die Bremer Künstler haben mehr als 100 Werke zum Themenbereich Freizeitvergnügen und Sport angefertigt und dabei Liebermanns Blick auf Bewegung und Sport reflektiert. So ist im Laborraum der Einzelhändlervereinigung City-Initiative im „Citylab“ eine Ausstellung entstanden, in der die Besucher Gemälde und Skulpturen entdecken und auch kaufen können. Die Preisvorstellungen der Künstler für ihre Werke bewegen sich von 40 bis 3 200 Euro. Übrigens: Alle Bilder sollen bis zum Ende der Ausstellung auch hängen bleiben, sagt Kurator Achim Breitkopf. Die Vernissage des „Liebermann-Projekts“ ist heute, Mittwoch, um 18 Uhr. Danach ist die Ausstellung bis zum 23. Dezember montags bis sonnabends jeweils von 11 bis 17  Uhr geöffnet.

Tennisspieler, Polospieler, ganz, ganz viele Pferde – all das ist auf den Bildern der Bremer Künstler zu sehen. Aber auch ein Blick in einen Damenumkleideraum zur Liebermann-Zeit oder ein Schwein, das über Hürden springt. Und Fußballer, Boxer, Rennradfahrer. Detlef Schnier, Geschäftsführer der Kunsthalle Bremen, spricht von ganz freien Interpretationen: „Die Künstler haben sich viel mehr Gedanken zum Thema Freizeit gemacht, als es Liebermann selbst getan hat.“

Die City-Initiative öffnet zum dritten Mal eine City-Galerie anlässlich einen großen Sonderausstellung in der Kunsthalle. „Die Begeisterung der Künstlerschaft und die steigenden Besucherzahlen bestätigen uns in der Annahme, dass die kreative und überraschende Gestaltungslust der Künstler und der Einzelhandel perfekt zueinander passen“, sagt Dr. Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der City-Initiative. „Wir wollen außerdem die Leute, die uns besuchen, bewegen, in die Kunsthalle zu gehen.“ Auch Schnier spricht von einer „Win-Win-Win-Situation“, von der „Citylab“, Künstler und Kunsthalle profitieren.

Und Kurator Breitkopf ergänzt: „Wir wollen mit dem Liebermann-Projekt Kunst vergleichbar machen, um die Kunst den Menschen wieder näherzubringen.“

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