750-Betten-Neubau auf dem Gelände des Klinikums Mitte soll bis 2014 fertiggestellt sein / 230 Millionen Euro Kosten

„Krankenhaus der kurzen Wege“

Das Chirurgie-Gebäude wird dem Umbau auf dem Klinikareal zum Opfer fallen. Hier sollen später Parkplätze entstehen.

Bremen - Von Jörg Esser · Es hat gedauert. Seit sieben Jahren kursieren Pläne für einen Teilersatzneubau auf dem Gelände des Klinikums Bremen-Mitte. Jetzt endlich ist alles festgezurrt. Es geht bei dem 230-Millionen-Euro-Projekt nur noch um Details. „Wir werden bauen. Und wir wissen, dass wir das bezahlen können“, sagte Dr. Diethelm Hansen, Geschäftsführer der Klinik-Holding Gesundheit Nord (Geno).

Hansen präsentierte gestern gemeinsam mit Dr. Robert Pfeiffer, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Mitte, und Generalplaner und Architekt Dr. Michael Ludes ein erstes Modell und Baupläne des neuen Gebäudes. „Das ist ein absolut wichtiger Meilenstein“, sagte Hansen.

Das Projekt nimmt jetzt Fahrt auf. Erste Bauzäune werden in Kürze sichtbar aufgestellt. Im Juli und August beginnt die konkrete Umbauphase – unter anderem mit Modulbauten für die Interimsphase. Bis 2014 soll eine kompakte und moderne Klinik erbaut werden, „ein Krankenhaus der kurzen Wege“. Mit rund 45 000 Quadratmetern Nutzfläche und ausgelegt für mindestens 750 Betten.

Der fünfstöckige Bau, an den auch das Eltern-Kind-Zentrum angekoppelt wird, entsteht hinter dem jetzigen Haupteingang des denkmalgeschützten Gebäudes der Klinik für Innere Medizin an der St.-Jürgen-Straße. Der jetzige Eingang wird zum Portal der neuen Klinik aufgewertet. Für den Neubau muss zunächst ein Teil des jetzigen Krankenhauses weichen, um Platz für die riesige Baustelle zu schaffen. Dafür muss die Innere Medizin mit Intensiv- und Dialysestation sowie einer 36-Betten-Station in einen zwölf Meter mal 85 Meter großen Modulbau umziehen. Der soll im Oktober den Betrieb aufnehmen. Auch die Apotheke zieht um – in einen Modulbau, der jedoch als Dauerlösung geplant ist. Die Kosten für die Interimslösung beziffert Pfeiffer auf 6,1 Millionen Euro. Diese sind in den 230 Millionen Euro Projektkosten „von der Planung bis zur Schlüsselübergabe“ enthalten.

In das Untergeschoss des Neubaus sollen Pathologie und Strahlentherapie einziehen, im Erdgeschoss entstehen Funktions- und Untersuchungsbereiche für Onkologie, Radiologie, operative Medizin. Im ersten Obergeschoss entsteht ein neuer OP-Trakt mit 16 Sälen, daneben eine Station mit 36 Intensivbetten sowie ein ambulantes OP-Zentrum mit OP-Trakt. Weiter geht’s im zweiten Obergeschoss mit Geburtshilfe, Kinderheilkunde, vier Pflegestationen mit je 38 Betten. Das Neuro- und Kopfzentrum zieht in Etage drei. Im vierten Geschoss werden das Brustzentrum sowie drei Komfortstationen für Privatpatienten (mit je 29 Betten) untergebracht.

So weit, so gut. Für das Klinikareal werden künftig nur 6,1 des etwa 20 Hektar großen Geländes benötigt. Hinzu kommt eine Parkfläche, die dort entstehen soll, wo heute noch das Chirurgie-Gebäude steht.

Auf den restlichen Flächen zwischen St.-Jürgen-Straße und Am Schwarzem Meer soll ein neues Viertel gebaut werden. Bis dahin werden einige Klinikgebäude dem Abrissbagger zum Opfer fallen. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

WWW.

gesundheitnord.de

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Spuck- und Beißattacken: Familienstreit in Bremen eskaliert

Spuck- und Beißattacken: Familienstreit in Bremen eskaliert

Spuck- und Beißattacken: Familienstreit in Bremen eskaliert
FFP2-Maskenpflicht in Bremen: Diese Corona-Regeln gelten jetzt

FFP2-Maskenpflicht in Bremen: Diese Corona-Regeln gelten jetzt

FFP2-Maskenpflicht in Bremen: Diese Corona-Regeln gelten jetzt
Corona in Bremen: 2G-Plus-Regel soll bis Mitte Februar gelten

Corona in Bremen: 2G-Plus-Regel soll bis Mitte Februar gelten

Corona in Bremen: 2G-Plus-Regel soll bis Mitte Februar gelten
„Aktionsplan“ soll den Bremer Hauptbahnhof sicherer machen

„Aktionsplan“ soll den Bremer Hauptbahnhof sicherer machen

„Aktionsplan“ soll den Bremer Hauptbahnhof sicherer machen

Kommentare