49-Jähriger wegen Missbrauchs verurteilt

Zu krank für die Haft?

Bremen - Von Nina SeegersSeit Mitte Januar musste sich ein 49-Jähriger Bremer wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Landgericht Bremen verantworten. Schon am ersten Verhandlungstag legte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis ab. Gestern wurde das Urteil verkündet.

Zwei Jahre und zehn Monate Haft, lautete das Strafmaß, das der Vorsitzende Richter Manfred Kelle verkündete. Dabei fügte er hinzu, dass die Kammer einen Gnadenantrag aufgrund der schweren Rheumaerkrankung des Angeklagten befürworte. Die Entscheidung hierüber muss allerdings die Generalstaatsanwaltschaft treffen.

Das Urteil war keine Überraschung, denn die Prozessbeteiligten hatten sich bereits am ersten Verhandlungstag im Rahmen eines sogenannten Rechtsgesprächs auf eine Freiheitsstrafe von rund drei Jahren verständigt, um den Prozess abzukürzen und den Opfern zu ersparen, noch einmal vor Gericht aussagen zu müssen. Der Fall war vor zwei Jahren schon einmal am Landgericht verhandelt worden, musste aber aufgrund der Erkrankung des Angeklagten abgebrochen werden. Über die Freiheitsstrafe hinaus erklärte sich der Angeklagte bereit zwei Opfern, die vor Gericht als Nebenkläger auftraten, ein Schmerzensgeld von 3 500 und 3 000 Euro in monatlichen Raten von 30 Euro zu zahlen. Angeklagt war der dreifache Vater aus Vegesack, weil er sich in den Jahren 2000 bis 2006 insgesamt 13-mal an Grundschulkameraden seiner Tochter vergangenen hat. Der schon damals arbeitslose und dem Alkohol zugeneigte Mann hatte sich in jener Zeit um den Haushalt und seine beiden Kinder gekümmert, während seine Lebensgefährtin berufstätig war. Dass es zu den Taten gekommen war, erklärte der Angeklagte damit, dass er sich im Umgang mit den Kindern an seine Kindheit und sein frühes sexuelles Interesse erinnert habe.

Der Staatsanwalt sagte, der 49-Jährige habe eine verquere Sicht auf seine Opfer: Er habe seine Taten „bis ins Groteske verharmlost.“ Er sowie die Anwälte der Nebenkläger beantragten eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten.

Der Verteidiger des Angeklagten plädierte auf eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Das Geständnis seines Mandanten sei von „echter Reue“ getragen gewesen.

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