Kostenlose App verbreitet zum Schutz der Bevölkerung Warnmeldungen

„Nina“ warnt vor Gefahren

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Gleich mehrere Computerbildschirme und Telefone schmücken die Schreibtische in der Leitzentrale der Feuerwehr Bremen. Dort werden 112-Notrufe und Gefahrenmeldungen registriert, koordiniert und weitere Maßnahmen eingeleitet.

Bremen - Von Nina Seegers. Ob Brand, Unfall, Unwetter oder Bombenentschärfung – jegliche Art von Gefahrenmeldung kommt zu allererst in der Leitzentrale der Feuerwehr an. In dem großen Raum der Wache Am Wandrahm stehen wuchtige Schreibtische mit allerlei Gerätschaften modernster Informationstechnologie. Hier wird alles registriert, koordiniert und initiiert.

„Notruf, Feuerwehr, Rettungsdienst, wo genau ist der Einsatzort?“ meldet sich ein Mitarbeiter am Telefon und tippt zeitgleich Informationen in seinen Computer. „Im Jahr gehen rund 200.000 Notrufe bei uns ein, daraus ergeben sich 75000 Einsätze“, erklärt der Sprecher der Feuerwehr Bremen, Michael Richartz. Das Meiste davon sind Rettungsdiensteinsätze. Sehr viel seltener sind natürlich Großeinsätze bei Hochwasser, Bombenentschärfung oder Großbrand. Aber eben dann muss die Feuerwehr zum Schutz der Bevölkerung zusehen, Warnmeldungen so schnell und breit wie möglich zu streuen. Früher warnte man Bürger über Sirenen, heute setzt man auf Medien wie Internet, Rundfunk und Fernsehen. Jetzt gibt es darüberhinaus noch eine kostenlose App namens „Nina“. Der Name steht für die sperrige Bezeichnung „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“.

Da von der App bislang kaum jemand weiß, stellten gestern auf einer Pressekonferenz Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) und der leitende Branddirektor der Feuerwehr Bremen, Karl-Heinz Knorr, „Nina“ vor. In den üblichen App-Stores lässt sie sich herunterladen und warnt über Vibration oder ein akustisches Signal den Smartphone-Besitzer bei Gefahren in der Umgebung. „Das ist ein bürgernahes System, das sich sehr leicht installieren lässt“, so Mäurer.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat diese App entwickeln lassen. Seit Juni dieses Jahres steht sie zum kostenlosen Download bereit. „Ninas“ Warnmeldungen beziehen sich zwar auf ganz Deutschland, lassen sich auf Wunsch aber auch regionalisieren: Der Smartphone-Besitzer kann einen oder mehrere Orte abonnieren und ganz einfach per Mail oder SMS weiterleiten. Momentan funktioniert das Auswählen von bestimmten Orten nur für Android, ab Anfang nächsten Jahres soll das aber auch für IPhone-Besitzer möglich sein.

Um den Empfänger nicht zu nerven, verbreitet „Nina“ natürlich nicht jeden kleinen Brand, sondern informiert nur dann über akute Gefahrensituationen, wenn ein größerer Bevölkerungsteil betroffen ist. Welche Meldungen „Nina“ für den Raum Bremen veröffentlicht, entscheidet der Schichtleiter in der Leitzentrale der Bremer Feuerwehr. Per Mausklick kann er Warnmeldungen über die App verbreiten.

Der Großbrand des Gebäudes „Harms am Wall“ wäre zum Beispiel solch eine Situation gewesen, weil es eine starke Rauchentwicklung gab. „Je mehr Menschen wir erreichen können, desto besser“, bringt es Brandmeister Knorr auf den Punkt.

App Nina im Apple Store

App Nina im Google Play Store

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