Der 60-jährige „Ali“ zählt zu den Attraktionen im „Land der Reptilien“

Mit dem Kopf im Alligator

Zoe (6) macht es sich auf Alligator „Ali“ (60) gemütlich. Und René Renz hat in seinem „Land der Reptilien“ alles im Blick.

Bremen - Von Judith ChristiansenBREMEN · Fünf Männer sind notwendig, um den Alligator „Ali“ aufzuheben. Und schon holt der mit seinem Schwanz aus und haut dem jüngsten der Männer auf den Rücken. Richtig rote Striemen bleiben auf dem Rücken zurück, aber der 18-Jährige trägt es mit Fassung.

Nicht nur Alligatoren gibt es bei der Ausstellung „Land der Reptilien“ in einem großen Zelt auf der Bremer Bürgerweide zu sehen. Die Reptilien sind übrigens nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Anfassen.

Eine junge Besucherin traut sich sogar, dem über 60-jährigen „Ali“ das Maul aufzusperren und ihren Kopf hinein zu stecken. „Denk’ nicht drüber nach, mach’ es einfach“, rät ihr Seniorchef René Renz. „Ali“ gehört schon zur Familie. „Mein Opa hat ihn schon gehabt. Dann hat ihn meine Mutter bekommen und ich bin mit ihm aufgewachsen“, ergänzt der Juniorchef, der wie sein Vater heißt. Aber beißt der Alligator nicht? „Nein. Er ist ein zahmes Tier. Er ist per Hand aufgezogen“, sagt Renz junior. Andere Krokodilarten seien nicht so gutartig. „Auf ,Ali‘ kann jedes Kind reiten“, so Renz junior. Die sechsjährige Zoe aus Lilienthal macht es vor. Leichtsinnig sollte man jedoch nicht sein, immerhin habe der Alligator noch eine Beißkraft von über fünf Tonnen. „Und wie war das jetzt? Cool?“, fragt Renz senior die junge Krokodilreiterin. „Ja“, ruft Zoe begeistert.

In einem anderen Zelt sind Riesenschlangen und ein grüner Leguan zu sehen. Letzterer ist schon über einen Meter lang. Auch die „größte Schlangenart der Welt“, nämlich die Netzpython, wohnt in dem Zelt. „Die hat vor kurzem fünf Hühner gefressen“, erklärt Renz junior. Deswegen liege sie träge in ihrem Terrarium. „Die könnte ein Schaf fressen. Sie renkt dann ihren Kiefer aus, schluckt und bleibt liegen, bis das Tier verdaut ist.“ Das dauert – bis zu zwei Wochen.

In einem der Terrarien ist derweil eine Spinne zu sehen, die sich gerade häutet. So sieht es aus, als ob die Spinne 16 Beine hätte und einige davon nach oben hin abstünden. Tausendfüßler, Schildkröten, Schnecken, Batagamen, ein Chamäleon zählen ebenfalls zum Aufgebot der Ausstellung „Land der Reptilien“, die bis Sonntag, 6. Juni, täglich (außer dienstags) von 11 bis 18 Uhr geöffnet ist. Der Eintritt kostet für Erwachsene zwölf, für Kinder sieben Euro.

WWW.

land-der-reptilien.de

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