1600 Zuhörer sind begeistert

Wincent Weiss ganz intim im Aladin

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Wincent Weiss war hautnah in Bremen zu erleben. Die Fans dankten es ihm mit viel Applaus.

Bremen - Wincent Weiss ist einer der Senkrechtstarter des Jahres, der seine Fans vom ersten bis zum letzten Ton mitreißt. Das bewies er am Donnerstagabend bei seinem Konzert im Aladin, als der 24-Jährige vor 1 600 Besuchern – ausverkauft – eine 90-minütige Show ablieferte.

Weiss ist ein Künstler, der sich auf der Bühne erfrischend natürlich gibt, obwohl ihn der Erfolg im vergangenen Jahr zu Kopf hätte steigen können. „Noch im letzten Jahr waren wir im Sprinter unterwegs, jetzt fahren wir im Luxus-Tourbus durch das Land“, sagt der Sänger, ohne dabei überheblich zu sein. 

Da kommt schnell das Image vom netten Jungen aus der Nachbarschaft auf, das er mit seinen Liedern verkörpert, und wofür die meist weiblichen Besucher ihn lieben. Wenn der 24-Jährige die Lieder „Mittendrin“ zum Auftakt des Abend oder auch „Da müsste Musik sein“ mit viel Gefühl und weicher Stimme performt und das Publikum zum Mitsingen animiert, sind die Fans mit ganzem Herzen bei der Sache. 

Fans singen bereitwillig mit

Das ist insbesondere an der Textsicherheit zu merken. Bei einfach jedem der zwanzig Songs kann Wincent auf die Kehlen vor der Bühne zählen und baut sie zwischendurch ein – sei es bei „Regenbogen“ oder seiner aktuellen Single „Frische Luft“. 

Der Ex-DSDS-Teilnehmer weiß auch genau, wem er seinen Aufstieg im Musikbusiness zu verdanken hat. Dementsprechend nah an den Fans gestaltet Weiss seinen Auftritt. Schon während des dritten Liedes steht er am Zaun, lässt sich berühren und reicht möglichst vielen die Hand. 

Doch er geht noch weiter, als er durch die Menge wandert, sich anfassen lässt, bereitwillig das Smartphone-Blitzlicht-Gewitter über sich ergehen lässt und fast schon nebenbei singt. Mehr Sympathie zwischen Künstler und Publikum geht fast nicht. 

Band verbreitet gute Laune 

Doch das geht, weil er auf der Tour „Irgendwas gegen die Stille“ noch eine Band präsentiert, die einfach nur Laune macht. Besonders hervorzuheben ist der Gitarrist Benni Freibott. Er beherrscht nicht nur sein Instrument fehlerlos, sondern bringt ungeahntes Gesangstalent mit. Für seine Darbietung des Covers „Somewhere over the Rainbow“ bekommt der untersetzte Lockenkopf reichlich Applaus von den Besuchern, die genau das bekommen, was sie mit dem Ticket gekauft haben. 

Gitarrist Benni Freibott zeigte großes Gesangstalent und machte die Show noch ein bisschen besser.

Es ist ein Konzert, das sanfte, fast schon weichgespülte Popmusik bietet, ohne überraschende Elemente, sei es bei den Liedern „Herz Los“, „Gegenteil von Traurigkeit“ oder auch „Betonherz“. Rührend und passend zum Abend ist die Anekdote, dass er „Herzschlag“ seiner kleinen Schwester widmete und dazu aufrief, in diesem Moment an einen lieben Menschen zu denken, den man nicht oft genug sieht. Das ist süß, aber eventuell für einige Konzertbesucher doch zuviel des Guten.

Weiss trifft den Nerv der Besucher

Für die 1 600 Gäste im Aladin scheint er genau die richtige Mischung aus Musik und Gefühlen gefunden zu haben. Da wirkt sein kurzer Medley-Ausflug mit dem „257ers“-Hit „Holz“ völlig deplatziert und unpassend für den Star. 

Wincent Weiss hautnah beim Konzert in Bremen

Auch wenn Bremen erst der zweite Stopp auf seiner Tour war, ist abzusehen, dass die Erfolgsgeschichte des Sängers aus Eutin ungehemmt fortgeschrieben wird.

jdw

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