Schuld am Untergang war ein defektes Seeventil / Wasser aus Rumpf gepumpt

Die Kogge taucht wieder auf

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Wasser marsch! Mit kräftigem Strahl sorgten Pumpen gestern dafür, die Kogge „Roland von Bremen“ vom Weserwasser zu befreien. So tauchte der Nachbau der historischen Hansekogge an seinem Liegeplatz an der Schlachte wieder auf. Rundherum ist noch die am Dienstag von der Feuerwehr ausgebrachte gelbe Ölsperre zu sehen. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Hansekogge „Roland von Bremen“ ist wieder aufgetaucht. Mit fünf Pumpen wurde gestern seit 6 Uhr in der Frühe Wasser aus dem Schiff gepumpt, das am Dienstag an seinem Liegeplatz an der Schlachte gesunken war (wir berichteten).

Beinahe wieder das gewohnte Bild: Kogge vor Teerhofbrücke.

Auch die Ursache des Unglücks ist nun klar. Schuld am Untergang war ein defektes Seeventil. Deshalb lief die Kogge mit Weserwasser voll. Das Seeventil liegt unterhalb der Wasserlinie. Unter anderem kann damit Löschwasser angesaugt werden. Möglicherweise hat die extreme Kälte am Wochenende das Ventil vereist und beschädigt – oder eine Dichtung war kaputt. Die Wasserschutzpolizei ermittelt.

Seit gestern Vormittag ist das Schiff wieder gut zu sehen und wirkt von außen und an Deck trotz der vollkommen durchnässten Planken erstaunlich aufgeräumt. Sogar ein altes Schild mit der Bitte um Spenden für den Erhalt der Kogge ist noch zu lesen – und womöglich aktueller denn je.

Unter Deck sieht es „wüst“ aus

Der Motor, die Elektrik – die größeren Schäden liegen unter Deck. Wie sieht es dort aus? „Chaos“, antwortete Dieter Stratmann auf diese Frage am Vormittag, als unter Deck noch alles unter Wasser stand und weiter abgepumpt werden musste. „Alles aufgeschwemmt.“

Stratmann ist Chef der Reederei „Hal över“, der die Kogge gehört. „Es sieht wüst aus“, sagte auch Harro Koebnick von der „Hal-över“-Geschäftsführung am Nachmittag. Zu dem Zeitpunkt waren schon Gutachter aus Hamburg an Bord, die die Versicherung geschickt hat.

In den nächsten Tagen, so Koebnick, bleibt der Nachbau der historischen Hansekogge von 1380 voraussichtlich erst einmal an seinem Liegeplatz an der Schlachte. Möglichst viele der nun nötigen Arbeiten sollen hier erledigt werden. Danach wird die Kogge, die im Jahr 2000 bei der BBV Bremer Bootsbau Vegesack entstanden ist, möglicherweise in einen Hafen oder zu einer Werft geschleppt. „Selbst fahren kann sie nicht mehr“, so die Auskunft – und der Stand – gestern.

„Hal-över“-Chef Dieter Stratmann an Bord.

In der Nacht war es der Reederei gelungen, die Pumpen von einem Fachunternehmen zu besorgen, berichtete Koebnick. „Die Nacht war kurz.“ Aber das Engagement hat sich gelohnt. Eingesetzt wurden die Pumpen ab 6 Uhr, weil zu dem Zeitpunkt Ebbe war. Das Wasser stand sogar noch niedriger als normalerweise. Dieser geringe Pegelstand war „für uns ein Glücksfall“, sagte Koebnick. Denn dadurch ragte das Deck aus der Weser und das Bergungsteam konnte damit beginnen, das Wasser aus dem hölzernen Rumpf zu pumpen. „Je länger ein Schiff unter Wasser ist, desto größer werden die Schäden“, sagte Koebnick, der am Vormittag feststellen konnte: „Das Schiff schwimmt.“ Die defekte Stelle war abgedichtet worden, und sie war offenbar auch die einzige undichte Stelle. Jedenfalls drang nun kein Wasser mehr ein.

Bevor es gesunken war, sei das 23,98 Meter lange und 7,62 Meter breite Schiff in einem guten Zustand gewesen, sagte Koebnick. Der Zustand werde regelmäßig überprüft – schon, um den gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen. Weil mit der „Roland von Bremen“ Gästefahrten auf der Weser unternommen werden, seien regelmäßige Untersuchungen vorgeschrieben. Angaben zur Höhe des Schadens, zu den Kosten der Bergung sowie zur Versicherungssumme und zum Wert des Schiffes machte Koebnick nicht. 

Hansekogge in Bremen gesunken

Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Florian Kater
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Florian Kater
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Florian Kater
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Florian Kater
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Florian Kater
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Florian Kater
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Florian Kater
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Florian Kater
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Florian Kater
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Florian Kater
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Thomas Kuzaj
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Thomas Kuzaj
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Thomas Kuzaj
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Thomas Kuzaj
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Thomas Kuzaj
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Thomas Kuzaj
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Thomas Kuzaj
Das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremen, das Schiff „Roland von Bremen“, ist in der Nacht zum Dienstag in der Weser versunken. Nur noch der Mast und einige Aufbauten ragten aus dem Wasser, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Thomas Kuzaj
 Zur Stunde wird ein Ponton, der einen Kran trägt, mit Dalben befestigt. Anschließend soll der Kran rund um die Kogge Dalben ausbringen, an denen das gesunkene Schiff festn vertäut wird. So soll verhindert werden, dass sich der Schlachte-Ponton, an dem die Kogge lag, beim Gezeitenwechsel über das Schiff schiebt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Kuzaj
 Zur Stunde wird ein Ponton, der einen Kran trägt, mit Dalben befestigt. Anschließend soll der Kran rund um die Kogge Dalben ausbringen, an denen das gesunkene Schiff festn vertäut wird. So soll verhindert werden, dass sich der Schlachte-Ponton, an dem die Kogge lag, beim Gezeitenwechsel über das Schiff schiebt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Kuzaj
 Zur Stunde wird ein Ponton, der einen Kran trägt, mit Dalben befestigt. Anschließend soll der Kran rund um die Kogge Dalben ausbringen, an denen das gesunkene Schiff festn vertäut wird. So soll verhindert werden, dass sich der Schlachte-Ponton, an dem die Kogge lag, beim Gezeitenwechsel über das Schiff schiebt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Kuzaj
 Zur Stunde wird ein Ponton, der einen Kran trägt, mit Dalben befestigt. Anschließend soll der Kran rund um die Kogge Dalben ausbringen, an denen das gesunkene Schiff festn vertäut wird. So soll verhindert werden, dass sich der Schlachte-Ponton, an dem die Kogge lag, beim Gezeitenwechsel über das Schiff schiebt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Kuzaj
Die Hansekogge „Roland von Bremen“ ist wieder aufgetaucht. Mit fünf Pumpen wurde seit 6 Uhr in der Frühe Wasser aus dem Schiff gepumpt, das am Dienstag an seinem Liegeplatz an der Schlachte gesunken war. © Mediengruppe Kreiszeitung / Kuzaj
Die Hansekogge „Roland von Bremen“ ist wieder aufgetaucht. Mit fünf Pumpen wurde seit 6 Uhr in der Frühe Wasser aus dem Schiff gepumpt, das am Dienstag an seinem Liegeplatz an der Schlachte gesunken war. © Mediengruppe Kreiszeitung / Kuzaj
Die Hansekogge „Roland von Bremen“ ist wieder aufgetaucht. Mit fünf Pumpen wurde seit 6 Uhr in der Frühe Wasser aus dem Schiff gepumpt, das am Dienstag an seinem Liegeplatz an der Schlachte gesunken war. © Mediengruppe Kreiszeitung / Kuzaj
Die Hansekogge „Roland von Bremen“ ist wieder aufgetaucht. Mit fünf Pumpen wurde seit 6 Uhr in der Frühe Wasser aus dem Schiff gepumpt, das am Dienstag an seinem Liegeplatz an der Schlachte gesunken war. © Mediengruppe Kreiszeitung / Kuzaj
Die Hansekogge „Roland von Bremen“ ist wieder aufgetaucht. Mit fünf Pumpen wurde seit 6 Uhr in der Frühe Wasser aus dem Schiff gepumpt, das am Dienstag an seinem Liegeplatz an der Schlachte gesunken war. © Mediengruppe Kreiszeitung / Kuzaj
Die Hansekogge „Roland von Bremen“ ist wieder aufgetaucht. Mit fünf Pumpen wurde seit 6 Uhr in der Frühe Wasser aus dem Schiff gepumpt, das am Dienstag an seinem Liegeplatz an der Schlachte gesunken war. © Mediengruppe Kreiszeitung / Kuzaj
Die Hansekogge „Roland von Bremen“ ist wieder aufgetaucht. Mit fünf Pumpen wurde seit 6 Uhr in der Frühe Wasser aus dem Schiff gepumpt, das am Dienstag an seinem Liegeplatz an der Schlachte gesunken war. © Mediengruppe Kreiszeitung / Kuzaj

Das Original – die Hansekogge von 1380 – war am 8. Oktober 1962 bei Arbeiten in der Weser gefunden worden. Der Fund galt als schiffsarchäologische Sensation. Das Bremer Wrack bot erstmals die Möglichkeit, die Konstruktion der mittelalterlichen Handelsschiffe detailliert nachzuvollziehen. Nach einem jahrelangen Konservierungsbad ist die rekonstruierte Kogge von 1380 heute im Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven zu sehen.

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