Kogge in der Neustadt angekommen

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Das Manöver hatte am Freitagvormittag begonnen und verlief nach Reedereiangaben problemlos.

Bremen -  Thomas Kuzaj. Die Kogge „Roland von Bremen“ hat den Hohentorshafen in der Bremer Neustadt erreicht - nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe des Schleppers „Fortuna“. Die Strecke ist etwa drei Kilometer lang.

Das Manöver hatte am Freitagvormittag begonnen und verlief nach Reedereiangaben problemlos. Das Polizei- und Feuerwehrboot „Bremen 1“ begleitete die Aktion.

Der Nachbau der historischen Hansekogge von 1380, die 1962 in der Weser gefunden wurde, stammt aus dem Jahr 2000 und war am Dienstag an seinem Liegeplatz an der Schlachte gesunken (wir berichteten). Schuld war ein defektes Seeventil.

Am Mittwoch tauchte die Kogge wieder auf, nachdem es gelungen war, Wasser abzupumpen. Am Donnerstag wurde der mehr als 20 Meter lange und knapp zehn Tonnen schwere Mast umgelegt, damit das Schiff die Weserbrücken auf dem Weg zum Hohentorshafen passieren kann. Der Motor der Kogge funktioniert noch, doch die Steuerung ist kaputt - deshalb der Schleppereinsatz.

Im Hafen wird das Schiff aus dem Wasser geholt, von Schlamm befreit und gereinigt. Dann steht die Entscheidung darüber an, wo es repariert wird. Im Hohentorshafen gibt es Reparaturmöglichkeiten. Wann das Schiff aus dem Wasser geholt wird, ist noch nicht bekannt.

Auch eine genaue Schadensbegutachtung und -feststellung steht auf dem Programm. So haben Wasser und Schlamm unter anderem die Bordelektrik in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei will das Seeventil untersuchen, um herauszufinden, warum es kaputtgegangen war. Seeventile dienen dazu, im Fall eines Brands Löschwasser an Bord eines Schiffs zu holen.

Kogge „Roland von Bremen“ ist unterwegs

Die Kogge „Roland von Bremen“ ist auf dem Weg von ihrem Liegeplatz an der Schlachte zum Hohentorshafen in der Neustadt – natürlich nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe des Schleppers „Fortuna“. © Thomas Kuzaj
Die Kogge „Roland von Bremen“ ist auf dem Weg von ihrem Liegeplatz an der Schlachte zum Hohentorshafen in der Neustadt – natürlich nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe des Schleppers „Fortuna“. © Thomas Kuzaj
Die Kogge „Roland von Bremen“ ist auf dem Weg von ihrem Liegeplatz an der Schlachte zum Hohentorshafen in der Neustadt – natürlich nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe des Schleppers „Fortuna“. © Thomas Kuzaj
Die Kogge „Roland von Bremen“ ist auf dem Weg von ihrem Liegeplatz an der Schlachte zum Hohentorshafen in der Neustadt – natürlich nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe des Schleppers „Fortuna“. © Thomas Kuzaj
Die Kogge „Roland von Bremen“ ist auf dem Weg von ihrem Liegeplatz an der Schlachte zum Hohentorshafen in der Neustadt – natürlich nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe des Schleppers „Fortuna“. © Thomas Kuzaj
Die Kogge „Roland von Bremen“ ist auf dem Weg von ihrem Liegeplatz an der Schlachte zum Hohentorshafen in der Neustadt – natürlich nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe des Schleppers „Fortuna“. © Thomas Kuzaj
Die Kogge „Roland von Bremen“ ist auf dem Weg von ihrem Liegeplatz an der Schlachte zum Hohentorshafen in der Neustadt – natürlich nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe des Schleppers „Fortuna“. © Thomas Kuzaj
Die Kogge „Roland von Bremen“ ist auf dem Weg von ihrem Liegeplatz an der Schlachte zum Hohentorshafen in der Neustadt – natürlich nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe des Schleppers „Fortuna“. © Thomas Kuzaj
Die Kogge „Roland von Bremen“ ist auf dem Weg von ihrem Liegeplatz an der Schlachte zum Hohentorshafen in der Neustadt – natürlich nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe des Schleppers „Fortuna“. © Thomas Kuzaj
Die Kogge „Roland von Bremen“ ist auf dem Weg von ihrem Liegeplatz an der Schlachte zum Hohentorshafen in der Neustadt – natürlich nicht aus eigener Kraft, sondern mit der Hilfe des Schleppers „Fortuna“. © Thomas Kuzaj

Die Reparaturarbeiten können sich über Wochen, aber auch über Monate hinziehen. Wie lange die Kogge, die zu den überregional bekannten maritimen Attraktionen an der Schlachte zählt, auf der Werft bleiben muss, konnte Harro Koebnick von der Reederei „Hal över“ am Freitag noch nicht sagen. „Hal över“ gehört die Kogge. Wieviel Geld die Reederei von der Versicherung bekommt, ist noch nicht geklärt.

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