Das Deutsche Schifffahrtsmuseum öffnet wieder

Die Bremer Hansekogge feiert ihr Comeback

Die Hansekogge von 1380 ist das Herzstück des Deutschen Schifffahrtsmuseums.
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Die Hansekogge von 1380 ist das Herzstück des Deutschen Schifffahrtsmuseums.

Bremerhaven – Die Museen öffnen wieder – und so feiert auch die Hansekogge ihr Comeback vor Publikum. Ab Montag, 15. März, öffnet das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven Teile des Hauses. Mit einem online buchbaren „Zeitfensterticket“ – so heißt das in Pandemiezeiten – dürfen Besucher die Dauerausstellung rund um die Bremer Kogge von 1380 besichtigen.

Die Kogge-Halle öffnet nun täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr für den Publikumsverkehr. Auch der Hafenschlepper „Stier“, der im Museumshafen liegt, ist geöffnet. Die Karten gibt es unter dieser Adresse. „Gäste suchen sich eine gewünschte Zeit aus und dürfen dann 90 Minuten durch die Dauerausstellung bummeln“, formuliert ein DSM-Sprecher.

Und: „Anlässlich der Wiedereröffnung gilt zunächst ein reduzierter Eintrittspreis von vier Euro, ermäßigt zwei Euro.“ Nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern darf sich gleichzeitig auf dem Schiff und in der Kogge-Halle aufhalten.

Blick aus drei Perspektiven

Die Kogge-Halle ist das Herz des Bremerhavener Forschungsmuseums. Im Zentrum steht das imposante, mehr als 20 Meter lange und knapp acht Meter breite Schiffswrack. Es ist von drei Etagen und aus drei Perspektiven zu besichtigen.

Bei den Bauarbeiten für den Neustädter Hafen in Bremen waren Arbeiter am 8. Oktober 1962 auf das im Schlick verborgene Wrack der Hansekogge von 1380 gestoßen; ein Sensationsfund war das. In der Kogge-Halle erzählt die Ausstellung des Deutschen Schifffahrtsmuseums von der Blütezeit der Hanse, von der Schifffahrt im Mittelalter, vom Leben an Bord und vom Kampf gegen Piraten. Um den archäologischen Fund ranken sich etliche Fragen, die in der Ausstellung aufgegriffen werden: Wie wurde das Schiff im Mittelalter gebaut und welches Schicksal erlitt es? Fuhren die Schiffe der Hansekaufleute auch über den Nordatlantik oder blieben sie in Küstennähe? Wie kann das Schiff für die Zukunft erhalten werden? Und so weiter, und so fort.

Die Hansekogge ist derweil noch immer ein Forschungsobjekt. Nach der jahrelangen Konservierung des Schiffs mit dem Kunstwachs Polyethylenglykol (kurz: PEG) werden heute „moderne Methoden der präventiven Konservierung wie photogrammetrische Untersuchungen“ genutzt, heißt es am DSM. „Darüber können mögliche Verformungen des Holzes erkannt und entsprechende Maßnahmen zum Schutz des Objektes eingeleitet werden.“

Neue Ausstellung über Rauschmittel

Zugleich beschäftigt sich das Museum natürlich auch mit Themen, die nicht mit der Kogge zu tun haben. Während der pandemiebedingten Schließung sind die Vorbereitungen für neue Ausstellungen hinter den Kulissen weitergegangen, sagte der Sprecher. So beginnt im April die Ausstellung „Kakao, Kaffee, Tabak – Rauschmittel früher“. Sie ist ein Kooperationsprojekt des DSM und der Universität Oldenburg mit Schülern aus Oldenburg. „Die jungen Köpfe recherchierten zum historischen Transport, Handel und Konsum von Rauschmitteln“, hieß es.

Die Online-Eröffnung der neuen Ausstellung ist am Sonnabend, 3. April, ab 11.30 Uhr auf Facebook und Youtube zu sehen.

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