Trainingsgeräte für Geriatrie am Klinikum Nord

Körperliche Fitness für den Alltag

Training für Rücken und Bauch: Lothar Sumann trainiert zweimal in der Woche, um Stürze zu vermeiden. - Foto: Hase/Geno

Bremen - Die neuen Räume sind hell und freundlich, die Trainingsgeräte modern und abwechslungsreich: Patienten des Klinikums Bremen-Nord können jetzt mit Hilfe von Laufband, Ergometer, Bauch- und Rückentrainer, Seilzug oder Beinstemme an ihrer körperlichen Fitness arbeiten.

Das neue Therapieangebot der Klinik für Geriatrie und Frührehabilitation richtet sich an Frauen und Männer, die nach Stürzen, Brüchen, Operationen und langen Aufenthalten im Krankenhaus wieder fit für den Alltag in ihrer vertrauten Umgebung werden sollen.

Der erste Eindruck täuscht: „Das Gerätetraining ist kein Fitnessstudio im Krankenhaus“, sagt Rolf Schlüter von der Klinikholding Gesundheit Nord (Geno). Gerlinde Kramer, Leitende Physiotherapeutin im Klinikum Nord, sekundiert: „Die Kombination aus gezieltem Krafttraining und dem Trainieren des Gleichgewichtssinnes fördert genau die Fähigkeiten, die im Alltag erforderlich sind.“ Ein wesentliches Augenmerk der Therapeuten liegt deshalb darauf, die Patienten so zu trainieren, dass sie Stürze vermeiden können. 

Das funktionelle Gerätetraining wird individuell angeleitet, ein Therapeut betreut drei Patienten – mehr sind nie gleichzeitig im Training. „Wir arbeiten mit unseren Patienten indikationsspezifisch“, sagt Dr. Amit Choudhury, Chefarzt der Geriatrie. Das bedeutet: Je nach Erkrankung oder Verletzung wird ein individueller Trainingsplan erstellt. „Die Übungen sollen so natürlich wie möglich sein. Dann bringen sie etwas für die Selbstständigkeit im Alltag“, sagt Kramer.

Ebenfalls neu im Trakt der Trainingstherapie sind die Behandlungsräume der physikalischen Therapie. Wärmeanwendungen, Massagen, Elektrotherapie und Ultraschalltherapie liegen gegenüber dem Trainingsraum. Die Physiotherapie der Geriatrischen Klinik bleibt erhalten. „Wir haben unser Angebot erweitert“, so Choudhury. Geplant ist, dass ab Herbst auch die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie das Gerätetraining nutzt.

je

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