Gartenkultur-Musikfestival

Der klingende Türöffner

Orte der Ruhe im tosenden Trubel des Stadtlebens – die Wertschätzung öffentlicher Garten- und Parkanlagen zählt zu den Themen des Gartenkultur-Musikfestivals. Unser Bild zeigt üppige Blütenpracht (und die Arbeit daran) in den Wallanlagen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj - „Ich freue mich schon auf den August“, sagt Gabriele Friderich, Staatsrätin beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr. Im August nämlich wird wieder das Gartenkultur-Musikfestival im Nordwesten gefeiert – vom 3. bis zum 31., also praktisch den ganzen Monat lang. Ein Schwerpunkt: Alltagsgrün der 60er Jahre.

Das Festival gibt es nun im zehnten Jahr, und es ist eines, „das die Menschen zusammenbringt“, sagt Friderich. Ist das bei anderen Festivals anders? Egal. „Kulturschaffende, Gärtner, Künstler“ kommen in öffentlichen und privaten Gärten und Parks zusammen – in „Stadt und Land, rechts und links der Weser“.

Friderich: „Das Festival hat große Bedeutung für die Nachbarschaft in unserer Region. Die Musik funktioniert hier als Türöffner.“ 44 Konzerte gibt es in diesem Jahr – neun davon in Bremen. Das Gartenkultur-Musikfestival hat keinen Intendanten. „Jeder entscheidet, was in seinen Garten passt“, sagt Edgar Wöltje, Kulturbeauftragter der Gemeinde Stuhr. „Wir leben von der Vielfältigkeit.“

Das hat sich herumgesprochen, und so hat das Festival inzwischen eine touristische Komponente. „Anrufer aus Hannover und Berlin fragen nach dem Programm“, sagt Susanne Krebser, Geschäftsführerin des Kommunalverbunds Niedersachen-Bremen.

Das Programm beginnt am Freitag, 3. August, um 18 Uhr mit der Bremer Band „Dictionary of Funk“, die das Syker Vorwerk in so etwas wie eine grüne Partyzone verwandeln soll.

Die Bremer Festivaltermine in den folgenden Tagen und Wochen:

· Mittwoch, 8. August – Bluesrock am „Haus am Walde“ (Kuhgrabenweg 2) mit Jessy Martens und Band (19 Uhr, Eintritt frei).

· Sonnabend, 11. August – die zentrale Bremer Festivalveranstaltung dieses Jahres am Vahrer See (Berliner Freiheit, 15 Uhr, Eintritt frei). Organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL), die es seit nunmehr 125 Jahren gibt. Für wilde Blasmusik sorgen die „Vahraonen“.

Am Beispiel der Vahr und des Vahrer Sees geht es hier zudem um die Gartenkultur der 60er Jahre, um Vielfalt und Wertschätzung öffentlicher Anlagen – so Klaus Rautmann, Vorsitzender des Bremer Landesverbands der DGGL.

· Sonnabend, 11. August – das „Bremer Salonorchester“ spielt im Vegesacker Stadtgarten (20 Uhr, Eintritt frei) Operettenmelodien.

· Sonntag, 12. August – „Miss Groovanova“ bringt Bossa Nova in den Park des Klinikum Bremen-Ost (15 Uhr, Züricher Straße 40).

· Sonnabend, 18. August – zwei Konzerte in Wätjens Park (Landrat-Christians-Straße): Evelyn Gramel singt amerikanische Popklassiker (15 Uhr); „Schné“ präsentiert zarten Singer-Songwriter-Pop (20 Uhr). Eintritt: nachmittags 15 Euro, abends zehn Euro, Kombiticket 20 Euro.

· Sonntag, 26. August – Bibelgartenfest mit dem Dom-Gospelchor (St.-Petri-Dom, 10 Uhr, Eintritt frei).

· Sonntag, 26. August – Blues-Meister Dieter Kropp und Band am „Haus am Walde“ (19 Uhr, Eintritt frei).

· Freitag, 31. August – nochmal der Garten vom „Haus am Walde“, diesmal mit der Sängerin Pat Appleton („De-Phazz“). Beginn: 19 Uhr, Eintritt frei.

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