Klimahaus Bremerhaven präsentiert Sonderausstellung und Aktionsprogramm zum Weltklimagipfel in Paris

Veränderte Lebensbedingungen

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Das Klimahaus (Gebäude vorn) zeigt parallel zum Klimagipfel in Paris eine Sonderausstellung.

Bremerhaven - Bei der 21. Weltklimakonferenz in Paris diskutieren Politiker und Wissenschaftler über ein neues globales Klimaschutzabkommen. Anlässlich dieses Klimagipfels präsentiert das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost ab heute, Montag, bis zum 11. Dezember eine Sonderausstellung und ein Aktionsprogramm.

Unter dem Motto „Klima.Gerecht.Handeln.“ liefert die Wissenswelt Antworten auf Fragen der Klimadebatte: Was bedeuten die Klimaveränderungen für die Lebensweisen der Menschen in den verschiedenen Regionen unserer Erde? Wird es in Zukunft große Wellen von Klimaflüchtlingen geben? Und was können wir persönlich tun, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen? Die Sonderausstellung fasst die Inhalte des aktuellen Weltklimaberichts zusammen, stellt Beispiele für erfolgreiches Klimaschutzverhalten vor und thematisiert die ungerechte Verteilung der Klimafolgelasten, wie eine Sprecherin sagte.

Dafür greift das KIimahaus unter anderem auf die Ausstellung „Klima?Wandel.Wissen!“ von „Germanwatch“, auf Schülerarbeiten des Projekts „Klima-KunstSchule“ vom Verein „Bildungscent“ sowie auf die Ausstellung „Klima-Flucht“ der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, die in Kooperation mit der Deutschen Klimastiftung realisiert wurde, zurück. Zudem gibt es Live-Schaltungen zur Weltklimakonferenz in Paris. Bei Aktionen zu werden verschiedene Themenaspekte der Ausstellung zu ausgewählten Terminen hervorgehoben, wie es im Vorfeld heißt. Den Auftakt des Aktionsprogramms bildet Regisseur Matthias von Gunten mit seinem Film „Thule Tuvalu“, der heute um 19 Uhr im Kinosaal des Klimahauses gezeigt wird. Der Schweizer erzählt einerseits von den Grönländern in Thule, deren Lebensbedingungen durch das Abschmelzen des arktischen Eisschilds starken Veränderungen unterliegen. Andererseits porträtiert von Gunten die Bewohner der südpazifischen Insel Tuvalu, die sich mit dem Anstieg des Meeresspiegels konfrontiert sehen. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit dem Regisseur statt.

Am 9. Dezember nimmt Autor Jörg Isermeyer bei seiner Lesung alle Klimareisenden mit auf „Die letzte Insel“. In seiner „(Klima-)Farce“ – wie das Stück im Untertitel heißt – fragt der Künstler, was nach den Klimagipfeln und vor der Klimakatastrophe kommt. Das Werk ist in Kooperation mit „Germanwatch“ entstanden und wird auf der nachgebauten „Hallig Langeneß“ aufgeführt (Beginn 19 Uhr).

Die Sonderausstellung ist im Klimahaus-Eintritt inbegriffen. Karten für die Filmvorführung von „Thule Tuvalu“ (acht Euro) und die Lesung „Die letzte Insel“ (zwölf Euro) gibt es an der Kasse oder unter Telefon 0471/902030-0. Für Schulklassen gibt es spezielle Aktionen, heißt es.

gn

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