Neue Ausstellung in der Botanika: „Im Reich der tropischen Schmetterlinge“ / 60 Arten in verschiedenen Lebensphasen

Kleine Falter und große Vögel

60 verschiedene Arten und rund 700 Schmetterlinge sind ab 25. Juni in der Botanika zu sehen. - Foto: Armin Maywald

Bremen - Bremens grünes Gewächshaus, die Botanika im Rhododendronpark, verwandelt sich ab dem 25. Juni wieder ins „Reich der tropischen Schmetterlinge“. Insgesamt sind 60 verschiedene Arten und rund 700 Schmetterlinge in der bis zum 26. Februar 2017 dauernden Sonderausstellung zu bewundern.

Immer wieder beeindruckend: die leuchtende Färbung des blauen Himmelfalters. Der Bananenfalter wiederum zeichnet sich durch eine markante Augenzeichnung auf der Unterseite seines Flügels aus. Und der Atlasspinner mit seiner braunweißen Färbung ist für seine Gattung riesig. Im Tropenhaus können alle Lebensphasen der auch Schuppenflügler genannten Insekten beobachtet werden: von der unscheinbaren Puppe über die gefräßige Raupe bis zum filigranen Falter.

Die Schmetterlinge stammen aus Südamerika, Afrika und Asien und reisen per Post nach Bremen. „Den klein zusammengerollten Puppen ist noch kaum anzusehen, dass aus ihnen einmal farbenfrohe Flugkünstler werden“, sagte gestern Botanika-Sprecherin Sylvia Schuchardt. Nach ihrer Ankunft in der Botanika schlüpfen die Puppen einige Tage später unter den Augen der Besucher. Im eigens für die zarten Wesen eingerichteten Mendehaus flattern dann zahlreiche bunte Falter umher, finden sich zur Paarung zusammen und sorgen so für Nachwuchs. Wer genau hinschaut, findet die winzigen Eier, aus denen nach wenigen Tagen eine ganze Bande der Sorte Raupe Nimmersatt wird. Aus diesen wiederum entstehen neue Puppen, die sich ihrerseits in Schmetterlinge verwandeln.

Das Mendehaus der Botanika, in dem bis Ende April noch die Azaleenausstellung zu sehen war, wurde für die Schuppenflügler komplett umgestaltet. Hier wachsen jetzt Bananenstauden, Passionsblumen und Palmen, schließlich soll jede Schmetterlingsart hier ihre Lieblingsspeise finden. Auch Pfeffersträucher wurden gepflanzt, denn die stehen bei den Raupen hoch im Kurs. Im Freigelände vor dem Tropenhaus können die Besucher heimische Schmetterlinge beobachten. „Wer diese auch in seinen heimischen Garten oder auf den Balkon locken möchte, findet in der Botanika Tipps, welche Pflanzen sich besonders gut als Nähr- und Fraßpflanzen für die zarten Tiere eignen“, so Schuchardt.

Zusätzlich zu den filigranen Faltern gibt es im Hofgarten der Botanika ab 25. Juni auch große Flügelschläger zu beobachten: Zwei Aras werden mit ihrem bunten Gefieder die Blicke der Besucher auf sich ziehen. Schuchardt: „Die Heimat dieser Papageienart liegt ebenfalls in den Tropen, so dass die Tiere gut zur Schmetterlingsausstellung passen.“

Begleitet werden die Aras von neugierigen Frettchen und knopfäugigen Waschbären, die übrigens inzwischen in manchen Großstädten für mächtig Ärger sorgen. „Als wir uns nach den Aras erkundigt haben, wurden uns die anderen Tiere gleich mit angeboten. Und nach einem Blick in die Augen der Waschbären konnte ich nicht ‚nein‘ sagen“, sagte Ausstellungsleiter Armin Schlüter. Aras und Waschbären bleiben bis zum 25. September.

Die Sonderausstellung in der Botanika (Deliusweg 40 in Horn) kann auch für standesamtliche Trauungen genutzt werden. Heiratswillige sich das können sich Ja-Wort hier inmitten von tropischen Pflanzen und umschwebt von 700 bunten Schmetterlingen geben. - gn

www.botanika-bremen.de

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