Christopher Cross und seine Band im Musicaltheater

Ein Klangzauberer mit sieben Gitarren

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Christopher Cross und seine Gitarren: Der 66-Jährige erwies sich im Musicaltheater am Richtweg als Klangzauberer.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Christopher Cross gibt seinen Bandmitgliedern viel Raum zur Entfaltung. Gleich zu Beginn erklingt eine Reihe sehr anspruchsvoller Soli. Saxophon und Keyboard liefern Jazz-Einflüsse. Und auch Cross zeigt, wie gut er die Gitarre beherrscht. Den Blick aufs Griffbrett gerichtet erklimmt er die höchsten Lagen. Der Star kommt als letzter auf die Bühne und tritt auch beiseite, um nicht von den anderen Musikern abzulenken. Das Spotlight ist da, wo das Solo läuft.

Die Eröffnung mit einem noch unbekannten Stück vom kommenden Album zeigt, wo die musikalische Reise hingeht: eher Clubkonzert als Softrockarena. Dazu viel instrumentale Virtuosität. Christopher Cross und seine Band haben das Bremer Musicaltheater am Sonnabend nahezu gefüllt mit Gästen im eher gesetzteren Alter.

Der Star passt zu ihnen: Kein Rampenkönig, sondern ein ruhiger Klangzauberer, ständig in der Doppelrolle als Sänger und Gitarrist. Insgesamt sieben Gitarren, vier elektrische und drei akustische stehen an Christopher Cross‘ Gesangsmikro bereit. Schon kurz nach Konzertbeginn steht bei der Ballade „Never be the same“ der Saal. Bald folgt mit „Arthur’s Theme“ aus dem Film „Arthur – Kein Kind von Traurigkeit“ ein weiterer Stimmungshöhepunkt. Die Band bleibt nahe an der Aufnahme von 1981.

Nach einer kurzen Pause beginnt mit „Think of Laura“ ein Akustik-Set. Der Song behandelt den Tod einer 19-Jährigen durch einen fehlgeleiteten Schuss und sorgt mit der Textzeile „Laugh, don’t cry. I know, she‘d want it that way“ für Gänsehaut. Für Romantik sorgt „Open up my window“. „Dieser Song ist für Verliebte, die weit auseinander sind. Sie verbindet nachts der Blick auf den Mond“, sagt Christopher Cross.

Christopher Cross im Musicaltheater

Musik pur, ohne jeglichen Schnickschnack. Kaum Lichteffekte. Der Songwriter sagt die Songs kurz mit ruhiger Stimme an, ohne das Publikum anzuheizen. Manchmal schließt er beim Singen und Gitarre spielen verträumt die Augen. Die Band tauscht immer mal Blicke und Gesten aus, die wenden sich aber nicht an das Publikum. Das hindert die Zuhörer aber nicht daran, begeistert zu klatschen, mehrfach aufzustehen.

Das Konzert endet mit Standing Ovations. Als Zugabe geben Cross und Band eine äußerst eigenwillige, leicht rockige Version des wunderbaren John-Lennon-Klassikers „Imagine“.

Christine Kopp aus Weyhe gefällt der Auftritt des mittlerweile 66 Jahre alten Cross. „Tolles Konzert. Dass er den Musikern freie Bahn lässt, finde ich gut. Man hat den Eindruck, dass er sich von seinen Sängerinnen etwas stützen lässt. Aber er hat immer noch die gleiche Stimmfarbe“, sagt sie.

www.musicaltheater-bremen.de

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