Ständig ausverkauft: Hype um „Fidget Spinner“

Kinder und Eltern rotieren

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Viele Bremer Kinder sind scharf auf „Fidget Spinner“. Die Kreisel sind der Spielzeug-Trend des Frühsommers.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Kaum sind sie da, sind sie auch schon wieder weg. „Fidget Spinner“ werden Bremens Spielzeughändlern gegenwärtig aus den Händen gerissen – sofern sie überhaupt welche zu fassen kriegen. Denn die Trend-Teile sind ständig und überall vergriffen. Die kreisenden Kugellagerkonstrukte sind der große Spielzeug-Hype des Frühsommers. Sie lassen Kinder und Eltern richtig rotieren.

Alle drehen am Rad. Der Hype ist so groß wie selten. So groß wie noch nie, sagen manche Händler. Und damit auch größer als bei den „Loom-Bändern“, die vor ein paar Jahren extrem angesagt waren.

Doch das ist Vergangenheit. Die Gegenwart gehört dem „Fidget Spinner“. In der Mitte ein Kugellager, an den Flügeln Gewichte und weitere Kugellager. Der Kreisel dreht sich um die eigene Achse – manchmal minutenlang. Das soll eine beruhigende und entspannende Wirkung haben, heißt es.

Auch der Name deutet darauf hin: „fidget“ bedeutet „herumzappeln“ oder „Zappelphilipp“, „spinner“ steht für kreiselnde Bewegungen. Den Bewegungen des „Fidget Spinners“ zuzusehen und Tricks mit dem Spielzeug einzustudieren, soll Nervöse beruhigen.

Soweit die Theorie. In der Praxis sorgen die Dinger für Unruhe – vor allem bei denen, die noch keinen „Fidget Spinner“ haben und von Geschäft zu Geschäft pilgern. „Ausverkauft“, heißt es da oft. Im Internet ebenfalls. Manche Händler hängen Zettel an die Tür, wenn gerade wieder „Fidget Spinner“ zur Hand sind.

Andere rufen Kunden an, die vorbestellt haben: „Die Ware ist da.“ Oft landen die „Fidget Spinner“ gar nicht erst im Regal. Es reicht, sie neben die Kasse zu legen. Sie verkaufen sich zu Preisen um drei bis sieben Euro praktisch von selbst. Modelle mit LED-Schnickschnack können auch teurer sein.

Für Unruhe sorgen die Trend-Kreisel zuweilen auch in der Schule. Aus dem einen oder anderen Grundschul-Klassenraum sollen sie schon verbannt worden sein – wenigstens während des Unterrichts.

Woher kommt die all die Aufregung? Nun, Youtube – bei jungen Zuschauern ja viel einflussreicher als das altmodische Fernsehen – dürfte eine Rolle spielen. Youtube-Stars haben sich mit den Kreiseln beschäftigt. Auf etlichen Kanälen werden Tricks vorgeführt und Tests gezeigt.

Und was kommt nach den „Fidget Spinnern“? Vielleicht schwappt dann die „Fidget-Cube“-Welle nach Deutschland, vermutet zum Beispiel der Bremer Schüler Paul (9). Vinylwürfel mit Druckknöpfen, Zahnrädern und Schaltern. Auch sie sollen eine beruhigende Wirkung haben. . .

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