Porträt

Kevin Citozi vom Bremer „Theater 11“: „Schauspiel ist eine Sprache für sich“

Der Darsteller Kevin Citozi in „Schneewittchen“ am „Theater 11“. Der Bremer wechselt jetzt an die Schauspielschule Bühnenstudio (Hamburg).
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Der Darsteller Kevin Citozi in „Schneewittchen“ am „Theater 11“. Der Bremer wechselt jetzt an die Schauspielschule Bühnenstudio (Hamburg).

Bremen – „Es ist eine ganz andere Form von Kommunikation, eine Sprache für sich, die jeder verstehen kann.“ Das sagt Kevin Citozi, Jahrgang 2001, über seine Leidenschaft – die Schauspielerei. Jetzt steht der junge Bremer vor einem großen Sprung. Er beginnt eine Ausbildung an der Schauspielschule Bühnenstudio in Hamburg.

Die staatlich anerkannte Berufsfachschule für Schauspiel, Stimme und Bewegung hat Citozi prompt aufgenommen. Er war nachts beim Internet-Surfen auf die Einrichtung gestoßen, an der beispielsweise auch Kurt-Hübner-Preisträger Simon Zigah vom Theater Bremen und Lennart-Fabian Müller (gegenwärtig in der Komödie Bremen im Packhaus zu sehen) ausgebildet wurden. Zwei weitere Absolventen, die in den 80ern in Bremen Theater gespielt haben: Maria Happel (unvergessen als „Piaf“) und Klaus J. Behrendt („Tatort“ Köln).

Bei Kevin Citozi, als Sohn albanischer Eltern in Bremen geboren, setzte sich die Theaterleidenschaft im Alter von 16 Jahren mit aller Macht durch. Und die Geschichte, sie begann hinter den sprichwörtlichen Kulissen: Citozi machte sein Schulpraktikum beim „Theater 11“ an der Faulenstraße, dem integrativen Theaterprojekt der Bremer Schauspielerin und Regisseurin Kira Petrov, das vom Verein „Integration durch Kunst“ getragen wird. Petrov bot dem jungen Bremer dann an, doch beim Theater zu bleiben, am Schauspieltraining teilzunehmen, sich auszuprobieren.

Nach dem Schulpraktikum der nächste Schritt

Das „Theater 11“ ist immer auf der Suche nach Jugendlichen, die es zur Bühne zieht (bei Interesse: Mail an info@theater11.de). Citozi zögerte zunächst – „ich wusste nicht, ob ich das packe“, sagt er. Doch: „Diverse Mitglieder aus dem Theater haben mir Mut zugesprochen und so habe ich mich entschieden, mitzumachen.“ Bald darauf landete Citozi auf der Bühne, spielte in Stücken wie „Frühlings Erwachen“, „Autsch!“ und „Odysseus today“.

Dann kam die Nacht im Internet. Citozi, der nach seinem Abitur am Bremer Hermann-Böse-Gymnasium eigentlich ein Lehramtsstudium beginnen wollte, beschloss, einfach einmal eine Spontanbewerbung nach Hamburg zu schicken. Und die kam dort sehr gut an. Vorsprechen, Vertrag, das waren – in aller Kürze – gleich die nächsten Schritte. Nun wird Citozi nicht Lehrer, sondern Schauspieler. „Ich hätte gerne Englisch und Darstellendes Spiel unterrichtet, vielleicht auch noch Religion“, so Citozi. Sieht er Parallelen zwischen den beiden Berufen? Im Grunde nicht, sind sie doch „ziemlich unterschiedlich“. Also: „Parallelen kann ich nur im Darstellenden Spiel wiederfinden, wo ich die Kunst und die Theorie unterrichtet hätte.“

„Ich möchte gerne einen Thriller spielen“

Kevin Citozi in „Frühlings Erwachen“.

Das Interesse am Darstellenden Spiel, das war schon in Kindertagen erwacht, berichtet Citozi: „Von klein auf sind meine Cousine Sarah Disha – auch eine Schauspielerin am ,Theater 11‘ – und ich in Rollen geschlüpft. Wir hatten ein ganzes Buch von ausgedachten Spielen und ausgeklügelten Rollen, worauf wir immer zurückgreifen konnten. Deswegen würde ich sagen, der Geist war schon immer da!“ Der nächste Schritt sei dann das folgenreiche Praktikum am „Theater 11“ gewesen. Gibt es eine Rolle, die er gerne einmal spielen würde? Citozi: „In meinem Kopf gibt es jetzt nicht den Gedanken ,Ich will gerne einmal Romeo spielen!‘, sondern es sind vielmehr Eigenschaften, Genres und Geschichten, die ich spielen möchte. Ich möchte gerne einen Thriller oder ein Drama spielen. Die Rolle sollte im Alter von einem jungen Erwachsenen sein – vielleicht auch der Böse am Ende.“

Die Ausbildung in Hamburg dauert drei Jahre. Den Kontakt zum „Theater 11“ hält Citozi aufrecht – so wird er im Dezember in der Wiederaufnahme von „Grenzen“ zu sehen sein.

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