Planungsinitiative will das Quartier „Auf den Höfen“ genossenschaftlich nutzen

(K)ein Kilometer Leben

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Das Quartier „Auf den Höfen“ – zur Zeit alles andere als „ein Kilometer Leben“. ·

Bremen - Von Viviane ReinekingIn den 80er Jahren erreichte sie Kultstatus. Einst als „Bremens schönster Hinterhof“ bezeichnet, ist von der idyllischen Kneipenmeile „Auf den Höfen“ nicht mehr viel geblieben. Jetzt drohte sogar die Zwangsversteigerung (siehe links). Unterdessen engagiert sich jetzt eine Planungsinitiative für eine Umwandlung der „Höfe“ „von der Flaniermeile zum Lebensraum“ auf der Basis eines nachhaltigen Genossenschaftsmodells.

Als Genossenschaftsprojekt will sie das Kneipenviertel für einen breiten Personenkreis zugänglich machen, die Attraktivität des Quartiers für Anwohner, Gäste und Besucher sowie Gewerbetreibende steigern, ganztägig beleben und auch bezahlbare Mietpreise für junge Menschen und Existenzgründer bieten. „Wir wollen hier Freiräume schaffen und andere Akzente setzen, die ‚Höfe‘ zu einem urbanen und zentralen Quartier machen“, sagt Initiator Wolfgang Weiß aus der Grünen-Fraktion des Beirates Mitte, einer von 16 Beteiligten der Initiative.

Neben einem Mutter-Kind-Café plant die Initiative eine Mischung aus künstlerischer, kultureller und gewerblicher Nutzung, verbunden mit kinderfreundlichen Wohnungsangeboten und Gastronomie. „Das ist nicht nur ein Konzept, dahinter stehen auch Leute, die das umsetzen wollen“, so Weiß. Und: „Wir hoffen, dass sich die Bürger beteiligen.“

Erste Gespräche mit Betroffenen und Gastronomen habe es schon gegeben, Und aus der Kreativwirtschaft gibt es Zuspruch für ein genossenschaftliches Modell. „Keiner soll raus, alle werden in die Überlegungen für ein überzeugendes Konzept einbezogen“, so Weiß. Nun solle das Modell als erster Ansatzpunkt auf der öffentlichen Beiratssitzung mit den Anwohnern diskutiert werden, so Henrike Müller, Fraktionssprecherin der Grünen im Beirat Mitte und Landesvorsitzende. Sie sieht das Konzept als „Chance, auf einer breiten Basis nach neuen Ideen zu suchen, die über eine rein gastronomische Nutzung hinausgehen“.

Die Zeit bis zum nächsten möglichen Zwangsversteigerungstermin will die Initiative nutzen, eine Finanzierungsgrundlage zu finden.

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